Fußball

Austria hat den gleichen Referee wie bei der letzten Niederlage gegen Hartberg

Im ersten Spiel ohne Dominik Fitz braucht die Austria nach drei sieglosen Runden mit jeweils zwei kassierten Toren, nach dem Scheitern in der Qualifikation zur Conference League an Banik Ostrau und der Blamage im Cup beim Regionalligaklub Voitsberg am Sonntag den Befreiungsschlag. Sonst könnte die angespannte Situation weiter eskalieren. Denn mit Hartberg kommt als Trainer Manfred Schmid, der Favorit der violetten Fantribüne. Der schon zweimal in der Generali-Arena sein Erfolgserlebnis hatte: Am 11. Mai 2024, als er mit Wolfsberg die Austria 4:0 abfertigte. Damit ging die Austria-Ära von Schmids Nachfolger Michael Wimmer zu Ende, Schmid ließ sich danach zur Jubelwelle mit der Fantribüne hinreißen. Das kam selbst bei einem deklarierten Schmid-Unterstützer, Austrias Präsident Kurt Gollowitzer, gar nicht gut an. Als Schmid im Dezember 2022 gehen musste, weil er die Forderungen von Sportvorstand Jürgen Werner nach einer anderen Spielphilosphie nicht erfüllen wollte, hatte er nach 61 Spielen mit 1,26 einen schlechteren Punkteschnitt als bei seiner nächsten Station in Wolfberg (1,49 nach 46 Partien) und beim aktuellen Job in Hartberg (1,56 ). Bei Austrias Trainer Stephan Helm liegt der Punkteschnitt bei 1,72.

Vor viereinhalb Monaten jubelte Schmid noch einmal am Verteilerkreis: Als er mit Hartberg die favorisierte Austria im Semifinale des Uniqa-Cups 1:0 schlug und damit ins Endspiel kam. Mit dem Salzburger Sebastian Gishammer pfeift Sonntag der gleiche Schiedsrichter wie damals, der Austrias Abwehrchef Aleksandr Dragovic nach Spielschluss die rote Karte zeigte (Bild), weil ihm der etwas deftig die Meinung sagte. Dragovic soll Sonntag nach drei Spielen Pause wegen einer Muskelverletzung wieder ein Comeback feiern. 11.000 Karten sind verkauft. Das kann der Austria nur guttun, bedeutet aber keine Erfolgsgarantie: Dragovic war auch in Voitsberg dabei.

Vorgeben muss  Helm in den nächsten Wochen den kampfstarken Südkoreaner Kang Hee Lee, der beim 1:2 gegen den LASK eine Knieverletzung erlitt. Die Frage, wer die Rolle von Fitz bekommt, bereitet Helm kein Kopfweh. Da sieht er die Austria durch Johannes Eggestein, Manprit Sarkaria und das aufstrebende 19 jährige Talent Sanel Saljic gut gerüstet: „Die Erwartungen, die wir an uns selbst haben, sind riesengroß“, versicherte der Trainer. Aber natürlich hat er registriert, dass Hartberg in der letzten Runde als bessere Mannschaft gegen Red Bull Salzburg unglücklich verlor.

 

 

 

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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