Einer der fünf Österreicher am Rasen entschied Freitag den Auftakt zur achten Runde der deutschen Bundesliga. In Bremen war nach dem 1:0 (0:0) von Werder gegen Union Berlin die große Grüllparty am traditionellen Freimarkt neben dem Weser-Stadion angesagt. Denn Ex-Rapidler Marco Grüll sicherte durch ein spätes Traumtor nach 72 Minuten Werder Bremen drei Punkte, damit ihm, Romano Schmid und Marco Friedl den Sieg im Österreicher-Duell gegen Leopold Querfeld und Christopher Trimmel, der Bremen auf Platz sieben brachte. Grüll zog von rechts in den Strafraum, „ignorierte“ Schmid, der rechts an ihm vorbei sprintete, legte sich den Ball auf den schwächeren linken Fuß, zirkelte ihn genau ins lange Eck. Dazu gratulierte dem 27 jährigen nachher Österreichs Ex-Teamspieler Martin Harnik als Sky-Experte: „Jetzt kommt das Glück zurück, das zu Saisonbeginn fehlte. Jetzt heißt es weiter Gas geben“, blieb Grüll ganz bescheiden. Er stand in dieser Saison zum sechsten Mal in der Startelf, erzielte im achten Einsatz sein zweites Tor. Erstmals traf er in der Bundesliga zweimal hintereinander. Letzte Runde auch beim 2:2 in Heidenheim. Gegen keine Mannschaft trat Grüll öfters als gegen Union Berlin und Heidenheim – je dreimal. Erstmals seit seinem Wechsel nach Bremen vor einem Jahr gab es in einem Bundesligaspiel fünf Torschüsse ab. Bremen holt aus den letzten drei Spielen sieen Punkte.
Samstag gastiert Tabellenführer Bayern München mit Konrad Laimer beim Schlusslicht Mönchengladbach. Ohne Kapitän Manuel Neuer im Tor. Da er Mittwoch im Pokalspiel beim 1. FC Köln gesperrt ist, stellt Trainer Vincent Kompany Neuer-Ersatz Jonas Urbig auf, damit der 22 jährige Spielpraxis bekommt. Christoph Baumgartner, Xaver Schkager und Nicolas Seiwald verteidigen mit RB Leipzig Platz zwei in Augsburg, seit 15 Duellen ist Leipzig gegen Ausburg unbesiegt. Marcel Sabitzer trifft mit Borussia Dortmund auf den 1. FC Köln, der als Aufsteiger überraschend auf Platz sechs liegt. Ex-Sturm-Trainer Christian Ilzer hofft mit Hoffenheim, der bisher besten Auswärtsmannschaft dieser Saison, gegen Heidenheim auf den ersten Heimsieg. In den bisher vier Partien verlor Hoffenheim nie, allerdings gab es drei Unentchieden. Beim einzigen Sieg war Ilzer noch Sturm-Trainer.
Foto: Werder Bremen.