Dreimal Verlängerung, einmal Elfmeterschießen und nur ein Sieg nach 90 Minuten: Das brachten Mittwoch die vier Partien im Achtelfinale des Uniqa-Cups. Nur Rapid schaffte es in der regulären Spielzeit, wird mit den Attributen „glanzlos“ oder „Arbeitssieg“ für das 1:0 (1:0) beim Zweitliga-Tabellenführer VSE St. Pölten problemlos leben können. Es war der dritte Sieg Rapids im Cup vor ausverkauftem Haus mit einem Tor Unterschied in einem „zachen Spiel“, wie es Kapitän Matthias Seidl ausdrückte: Zunächst Wacker Innsbruck, dann Oberwart, Mittwoch in St. Pölten. Wie beim letzten Pflichtspielsieg in St.Pölten vor fünf Jahren erzielte Ercan Kara das Siegestor. Nikolaus Wurmbrand hielt sich den „Befehl“, den ihm Kara vor dem Spiel gab: „Flank´ nur zum langen Eck, ich werde dort sein“. So war es nach einer haben Stunde. Kara traf bei Rapids erster Torchance mit dem Kopf. Zuvor verhinderte Tormann Paul Gartler den Rückstand und danach den Ausgleich – bei seinen zwei Einsätzen hielt er zweimal das „zu null“. Daher konnte Trainer Peter Stöger feststellen: „Nach fünf Niederlagen passt es vorerst, wir müssen weiter an den Abläufen arbeiten. Kara und Wurmbrand sind ganz wichtig für uns!“ Jannes Horn fiel wegen Fiebers aus, Bendegüz Bolla zwickte der Rücken, Janis Antiste war auch angeschlagen. Beide kamen erst im Finish.
Dramatischer kam Meister Sturm Graz bei Admira/Wacker, dem Zweiten der zweiten Liga zum Aufstieg – 1:1 (1:1, 1:1, 0:1) nach Verlängerung, erst mit dem 22. Elfmeter kam Sturm unter die letzten acht. Sturm lag von der elften bis zur 73. Minute zurück, ehe eine Eigentor von Mateo Meisl den Meister in die Verlängerung brachte. Admira ließ zuvor Chancen auf das 2:0 aus. Das Elfmeterschießen wurde zum Highlight für Sturms Tormann-Youngster Matteo Bignetti und zum „Drama“ von Jörg Siebenhandl, Admiras Routinier, der jahrelang die Nummer eins bei Sturm war. Zunächst hielt Siebenhandl den dritten Elfmeter von Leon Grgic, Admira war im Vorteil. Vergab aber bei 4:4 durch den 19 jährigen Sandro Steiner den Aufstieg, Bignetti hielt. Verwandelte den 17. Elfer selbst, hielt dann den 22. von Siebenhandl im Duell der Torhüter. Damit war Sturm weiter.
Titelverteidiger Wolfsberg lag bei Zweitligist Amstetten nach 35 Minuten 0:2 zurück, glich bis zur 59. Minute aus, erst in der Verlängerung gelang dem 19 jährigen Joker Erik Kojzek gegen nur noch zehn Amstetten-Spieler das Siegestor zum 3:2 (2:2, 2:2, 1:2). Ried beim Schusslicht der zweiten Liga, Schwarz-Weiß Bregenz, zum 1:0 erst mit der letzten Aktion in der Verlängerung durch den 30 jährigen deutschen Innenverteidiger Oliver Steurer. In Bregenz war Ried letzte Saison der entscheidende Sieg zum Aufstieg in die Bundesliga gelungen – diesmal zum Aufstieg unter die letzten acht des Uniqa-Cups.
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