Fußball

Zum WM-Ticket fehlt ein Punkt im Finale gegen Bosnien am Dienstag

Als Österreichs Team Samstagabend kurz nach 21 Uhr nach dem 2:0 gegen Zypern das Alphamega-Stadion verließ, in den Autobus stieg, hatte es das WM-Ticket schon in der Tasche. Denn Rumänen erzielte in Zenica gegen Bosnien schon nach sieben Minuten das Führungstor. Nach einstündiger Fahrt zum Flughafen Larnaka wussten aber David Alaba & Co, schon vor dem Abflug nach Wien, dass sie inklusive der Pause in Zenica nur 77 Minuten schon bei der WM 2026 waren. Somit war nur 1989 der 15. November der Tag, als sich Österreich für eine WM qualifizierte. Damals durch das 3:0 gegen die DDR mit drei Toren von Toni Polster. Denn Bosnien drehte in der zweiten Hälfte das Spie, gewann 3:1 (0:1). Das heißt: Österreich braucht Dienstag im ausverkauften Happel-Stadion noch einen Punkt. Das muss zu schaffen sein, denn bei Bosnien sind drei der vier Abwehrspieler, die Samstag zur Startelf gehören, in Wien nach gelben Karten gesperrt.

Bosniens Tormann Nicola Vasilj, Legionär bei St. Pauli, verhinderte bis zur Pause einen höheren Rückstand. In der Halbzeit reagierte Teamchef Sergej Barbarez, brachte neu Salzburgs Jungstar Kerim Alajbegovic und Ex-Austria-Torjäger Haris Tabakovic.  Der rasche Ausgleich durch den 39 jährigen Kapitän und Topstar Edin Dzeko (Bild), sein 72. Tor im 145. Länderspiel,  nach 49 Minuten brachte viel Energie. Als der englische Schiedsrichter Michael Oliver dem rumänischen Joker Dennis Dragus nach 67 Minuten die rote Karte zeige, gelang Bosnien gegen zehn Rumänen noch der Sieg. In der 79. Minute traf der in den USA geborene Esmir Bajraktarevic von Hollands Mister PSV Eindhoven zum 2:1, in der vierte Minute der Nachspielzeit erzielte Tabakovic sein zweites Tor für Bosnien. Riesenjubel am Ende. In Wien fehlen aber das Abwehrzentrum mit Nikola Katic, Legionär bei Schalke, und Tarik Muharemovic, der in Kärnten aufwuchs und bei Wolfsberg spielte, sowie der Samstag überraschend als Linksverteidiger aufgebotene Ex-Slzburger Amar Dedic.

Bestürzung löste Bosniens Sieg bei Österreichs Team wirklich nicht auf, sie vertrauen in die eigene Stärke. Wer in Zenica Bosnien geschlagen hat, wird in Wien vor heimischen Publikum sicher nicht verlieren. So sind aus Europa vor der letzten Runde der Qualifikation nur England, Frankreich und Kroatien fix bei der WM 2026. Österreich hat es ebenso wie Spanien (4:0 gegen Georgien) und die Schweiz (4:1 gegen Schweden in Genf) fast geschafft. Ein wichtiger Sieg gelang Österreichs Ex-Teamchef Franco Foda mit seinen österreichischen Assistenten Robert Ibertsberger und Atdhe Nuhiu in Laibach: Durch das 2:0 (1:0) gegen Slowenien, bei dem der Ex-Austrianer Fisnik Asllani das Führungstor gelang, ist der Kosovo fix auf Platz zwei und im Play-off. Dienstag könnte der Kosovo mit einem Sieg über die Schweiz in Pristina die Eidgenossen punktmäßig sogar einholen.

Foto: AP.

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