Fußball

Auf die Torjäger Dzeko, Salah, Ronaldo und Lewandowski kommt es an: Wer wird der König von Europa?

Erstes Halbfinale  dieser Champions League am Dienstag Abend an der Anfield Road mit Liverpool gegen AS Roma,  Mittwoch erwarten die Bayern Titelverteidiger Real Madrid. In jeder der vier Mannschaften stehen Torjäger von Sonderklasse. Welcher der vier wird Ende Mai in Kiew der König von Europa? Edin Dzeko, der Bosnier bei AS Roma, 91facher Teamspieler, Österreichs Gegner in der Nations League im Herbst? Oder Mohamed Salah, der umjubelte Ägypter beim FC Liverpool? Wieder Cristiano Ronaldo, der in den letzten Partien immer traf oder Bayerns Toregarantie aus Polen, Robert Lewandowski? Sicher ist: Auf die Torjäger kommt es besonders an.

Dzeko (Bild oben) schoss sechs Tore in dieser Champions League-Saison, davon zwei bei der Sensation gegen den FC Barcelona und Lionel Messi im Viertelfinale. 20 Pflichtspieltreffer gelangen ihm schon in dieser Saison, neun bereitete er in der Königsklasse vor. Dreimal wurde er schon Schützenkönig, fünf große Titel holte der 32jährige in seiner Karriere, fünf Millionen Euro verdient er im Jahr. Sein Marktwert steht auf 22 Millionen. Für Salah, der in seiner Heimat ein Nationalheld ist, seit er auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Russland möglich machte, sind die Duelle gegen Roma auch welche mit seiner Vergangenheit: 42 Millionen Ablöse bezahlte Liverpool letzten Sommer für ihn an Roma und bekam dafür bisher 41 Tore in 46 Pflichtspielen! Der Traumsturm mit Salah, dem Brasilianer Roberto Firminho und dem Ex-Salzburger Sadio Mane läßt Trainer Jürgen Klopp auf sein zweites Champions League-Finale, das erste seit 2013 mit Borussia Dortmund (1:2 gegen Bayern in Wembley) hoffen. Die Schützenliste der Premier League führt der 25jährige Salah mit 31 Treffern an. Kein Wunder, dass ihn jetzt die Spielervereinigung vor Totttenham-Torjäger Harry Kane zu Englands Spieler des Jahres wählte. Afrikas Fußballer des Jahres ist er bereits seit Jänner. 11 Champions League-Tore gelangen ihm bisher in 25 Spielen, diese Saison waren es acht, dazu kamen vier Assists. Seine Rückennummer 74 wählte Salah als Gedenken an die 74 Todesopfer der Stadion-Katastrophe von Port Said in seiner Heimat. Sein Jahresverdienst liegt über dem von Dzeko: 6,5 Millionen erhält Salah jährlich.

Aber mit Lewandowski und Ronaldo kann er noch nicht mit: Der Pole kassiert bei Bayern 15 Millionen pro Saison, Ronaldo bei Real Madrid noch sechs mehr. Und sein Gehalt soll auf 30 Millionen angehoben werden, ohne dass die Laufzeit des Vertrags bis 2021 verändert wird. 90 Millionen beträgt der Marktwert von Lewandowski, in Polen siebenmal in Folge Fußballer des Jahres. 120 Millionen der von Ronaldo, der schon 120 Tore in der Champions League erzielte, davon 15 in dieser Saison.  22 große Titel stehen auf seiner sportlichen Visitenkarte. Ob David Alaba Mittwoch den Kampf gegen Ronaldo aufnimmt, steht wegen Oberschenkelproblemen, die von einer Rückenblessur stammen, noch in Frage.

Solche Torjäger wie Dzeko, Salah, Lewandowski und Ronaldo auch am Donnerstag im Semifinale der Europa League? Wohl am ehesten der Franzose Antoine Griezmann bei Atletico Madrid. Bei Olympique Marseille gegen FC Salzburg gibt´s einen anderen Rekord, den an Zuschauern. Das Stade Velodrome ist mit 67.394 Zuschauern restlos ausverkauft. Erstmals. Die bisher größte Besucherzahl waren 61 882 beim 5:2 gegen RB Leipzig. Kein Salzburg-Spieler  hat bisher jemals vor einer so großer Kulisse gespielt. Das wird auch zur Nervensache.

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