Fußball

Was ihm mit Österreich nicht gelang, schaffte Franco Foda mit dem Kosovo

Genau vier Jahre und zwei Tage nach dem 1:2 mit Österreichs Team im Play-off der WM-Qualifikation gegen Wales in Cardiff im vorletzten Spiel seiner fast fünfjährigen Teamchefära holte Franco Foda mit dem Kosovo das nach, was er mit Österreich nicht schaffte: Einen Auswärtssieg im Play-off um das WM-Ticket. Das 4:2 (1:2) in Bratislava gegen die Slowakei mag zwar für viele unerwartet gekommen sein, aber es war völlig verdient, wie der 59 jährige Foda nachher mit Genugtuung feststellte. Dienstag hat er in Pristina ein Endspiel um die erste WM-Teilnahme des Kosovo gegen die Türkei, die in Istanbul mit dem Ex-Rapidler Mert Müldür Rumänien 1:0 (0:0) bezwang. Eine Stunde nach Schlusspfiff im Slovan-Stadion versicherte Foda auf der Pressekonferenz bereits: „Wir wissen, was wir tun müssen, unser Matchplan steht!“ Mit ihm freuten sich nicht nur die Spieler, sondern auch die Assistenten Thomas Kristl, Roberts Ibertsberger und Atdhe Nuhiu. Nuhiu könnte als Altachs Co-Trainer bereits als WM-Teilnehmer am 1. Mai ins Klagenfurter Cupfinale gehen.

Von den 20.113 Zuschauern in Bratislava waren sicher mehr als 5000 Kosovo-Fans. Nicht nur im Sektor der Auswärtsfans, sondern auch auf den „normalen“ Plätzen zwischen den slowakischen Zuschauern. Zu Zwischenfällen kam es nicht, zu überhören waren die Kosovo-Anhänger aber nicht. Speziell zwischen der 47. und 72. Minute Als der Kosovo den 1:2-Pausenrückstand in ein 4:2 verwandelte Das Spiel lief unglücklich für die Kosovaren: 0:1-Rückstand nach einem Freistoß in der 6. Minute, zum Ausgleich brauchte es 16 Minuten In der letzten Minute vor der Pause ging die Slowakei durch einen direkt verwandelten Freistoß in Führung. Die Initialzündung zur großen Wende war das Kopfballtor des Ex-Austrianers Fisnik Asllani zum 2:2.  Danach verwandelte Mittelfeldspieler Florent Muslija vom deutschen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf einen Freistoß und traf Innenverteidiger Kreshnik Hajziri vom Schweizer Erstligsten Sion aus dem Getümmel nach einem Eckball. Danach verteidigte der Kosovo nur noch den Vorsprung. Für Stürmer Asllani kam ein Mittelfeldspieler, bei einem Lattenkopfball der Slowaken hatte der Tormannriese Arijanet Muric Glück. Das Anschlusstor fiel erst zu Beginn der fünfminütigen Nachspielzeit. Danach kannte der Jubel der Spieler und der Betreuer keine Grenzen. Zuerst im internen Kreis auf dem Rasen, dann vor dem Kosovo-Sektor. Foda war da nicht dabei. Auf der Bank wwaren seine Emoionrn nch den vier Toren nicht zu besehen, aber nach Schlusspfiff ging er sofort in die Kabine.

Auch Bosnien, im November im Happel-Stadion an Österreich gescheitert,  hat sein Endspiel: Der fast 40 jährige Edin Dzeko brachte die Bosnier in Wales gegen Cardiff durch ein Kopftor in der 86. Minute zum 1:1 (0:0) in die Verlängerung, in der kein Tor fiel. Das Elfmeterschießen gewannen die Bosnier 4:2. Da traf einmal der Ex-Austrianer Haris Tabakovic, den entscheidenden verwandelte Noch-Salzburg-Legionär Kerim Alajbegovic. Beide wurden in der zweiten Hälfte eingewechselt. Bosnien empfängt Dienstag in Zenica Italien, das in Bergamo Nordirland 2:0 (0:0) bezwang, ohne wirklich zu überzeugen. Die anderen Finalpartien finden in Stockholm (Schweden – Polen) und Prag (Tschechien – Dänemark) statt. Schweden schlug in Valencia die Ukraine 3:1 (1:0), wobei Arsenal-Legionär Viktor Gyökeres alle drei Treffer erzielte. Polen hatte in Warschau Mühe, Albanien nach 0:1-Pausenrückstand noch 2:1 zu bezwingen. Tschechien rettete sich gegen Irland nach einem 0:2  mit 2:2 (1:2) in die Verlängerung. Entscheiden musste das Elfmeterschießen, das die Tschechen 4:3 gewannen. Dänemark hatte in Kopenhagen mit Nordmazedonien in der zweiten Hälfte kein Problem – 4:0 (0:0).

 

Foto: UEFA.

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