Fußball

1:1 bei Salzburg – Sturm spricht für Double des LASK: Rapid kann es verhindern

Kein Sieger beim 1:1 (1:0) in der Meistergruppe zwischen Red Bull Salzburg und Meister Sturm Graz nach einem turbuenten Finish – aber es gab einen Gewinner, den Cupsieger LASK. Gelingt Montagabend 74 Stunden nach dem Abpfiff des Cupfinales gegen Altach in Klagenfurt im wahrscheinlich ausverkauften Linzer Stadion gegen Rapid der fünfte Heimsieg hintereinander, dann kann Didi Kühbauer ähnlich jubeln wie drei Tage zuvor im Wörthersee-Stadion nach dem ersten Titel seit 61 Jahren (Bild). Dann hätte der LASK zwei Punkte mehr als Sturm und vier mehr als Salzburg, wäre unterwegs in Richtung Double.

Salzburg musste den an der Wade verletzten Kapitän Mads Bistrup vorgeben, Karim Onisiwo bekam als Spitze den Vorzug gegenüber Karim Konate. Sturms Trainer Fabio Ingolisch bot erstmals keine Fünferabwehr auf, begann mit Viererkette. Otar Kitesihvili war nicht fit genug, um zu beginnen. Was Sturm zu Beginn zegte, bezeichnete Ingolitsch nachher als „Angsthasenfußball“. Daher ging Sturm nach 22 Minuten durch Yorbe Veretessen in Führung. Bis zur 93. Minute führte Salzburg 1:0, kassierte dann aber wieder durch ein schlechtes Abwehrverhalten ein spätes Tor  So wie eine Runde davor zum 0:1 gegen Rapid oder zuvor auch zum 2:3 gegen LASK.  Beim turbulenten Finish spielten die Joker eine große Rolle. Zunächst vergab der für Onisiwo gekommene Konate die Topchance zum 2:0. Das sollte sich rächen: Kiteishvili, in der 74. Minute für Landmann Gizo Mamagashvili eingewechselt, spielte ideal in die Gasse für Axel Kayombo, der seit der 88. Minute im Einsatz war. Routinier Stefan Lainer und Bistrup -Ersatz Soumalia Diabate sahen nicht gut aus, der 20 jährige Franzose nutzte dies zu seinem ersten Tor in der Bundesliga.  Danach traf noch Salzburgs Joker Moussa Yeo. Doch nach gefühlt fünfminütiger Überprüfung entschied VAR Alen Kijas auf Abseits.  „Eher ein gewonnener, als ein verlorener Punkt!“, urteilte ingolitsch. Sturm ist seit elf Spielen ungeschlagen, feierte aber in den letzten fünf Runden keinen Sieg. Mit Unentschieden kann man nicht den Titel verteidigen.

Das spricht  für den LASK, bei dem der Cupsieg neue Energien freigesetzt hat, wie auch Kühbauer annahm: „Ich hoffe, dass man dies auch am Rasen sieht. Aber auch Rapid will Meister werden.“  Blieb allerdings in dem im Februar 2023 eröffneten neuen Linzer Stadion bei sechs Anläufen bisher sieglos Nur beim Start in die Saison 2023/24  gab es keine Niederlage. Da führte Rapid in der Trainerära von Zoran Barisic sogar bis zur 95. Minute durch ein Tor von Matthias Seidl 1:0, ehe der Ausgleich fiel.: „Abwarten, wie sich die 120 Minuten des LASK im Cupfinale auswirken“, meinte Trainer Hoff Thorup, „ein Auswärtsspiel gegen den LASK ist eine der härtesten Herausforderungen der Bundesliga!“ Sollte der historische Sieg gelingen, wäre Rapid vor den letzten zwei Runden nur einen Punkt hinter Tabellenführer Sturm. Fakt bleibt:  Samuel Adeniran und Sasa Kalajdzic, die entscheidend für den Cupsieg waren, spricht für den LASK. Ein Offensivduo mit dieser Qualität hat Rapid nicht.

 

Foto: ÖFB/Johann Friedl.

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