Fußball

Euphorie um Muslic, erstes Saisontor von Mwene und Lienhart

Am Tag, an dem sein Ex-Klub Ried den Klassenerhalt schaffte, war Miron Muslic (Bild) als Trainer bei Schalkes Rückkehr in die Bundesliga nach drei Jahren Gesprächsthema Nummer eins in Deutschland. Die Euphorie unter den 61.571 Zuschauern beim entscheidenden 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf war unübertreffbar, in Gelsenkirchen wurde bis in den Morgengrauen gefeiert, bei Schalkes Siegesparty war um drei Uhr früh der Biervorrat geleert. Der Vertrag von Muslic, für den Sportchef Frank Baumann 700.000 Euro zahlte, um ihn aus dem Vertrag beim englischen Zweitliga-Absteiger Plymouth herauszukaufen, verlängerte sich automatisch bis 2028, er hat aber eine Ausstiegsklausel, die je nach Klub, der ihn holt, zwischen fünf und acht Millionen beträgt. Aber der in Tirol aufgewachsene 43-jährige Bosnier denkt nicht daran, Schalke zu verlassen: „Ich bin der glücklichste Trainer in Deutschland und werde das auch bleiben“, verkündete er im Interview im ZDF-Sportstudio, bei dem er einen kompetenten und sehr sympathischen Eindruck hinterließ. Als ihn danach noch seine Spieler mit Bier duschten, trug er eine blaue Sonnenbrille. Den Klassenerhalt in der Bundesliga zu schaffen, wird die nächste riesige Herausforderung: Schalke hat 116 Millionen Schulden, kann nicht groß investieren. Muslic stört das nicht.

In der Bundesliga fixierten Sonntag Philipp Mwene  und Stefan Posch durch einen 2:1 (2:0)-Auswärtssieg gegen St. Pauli am Millerntor endgültig den Klassenerhalt.  Österreichs Teamverteidiger Mwene erzielt dabei mit links das 2:0, das war sein erstes Saisontor. Philipp Lienhart verhinderte mit einem Kopftor die Freiburger Heimniederlage gegen Abstiegskandidat Wolfsburg. Lienhart wurde beim 1:1 (00) kurz nach Wolfsburgs Führungstor, erzielte kurz nach der Auswechslung vn Patrick Wimmer bei Wolfsburg eine Viertelstunde vor Schluss den Ausgleich. Auch für Lienhart war es der erste Treffer in dieser Saison. Wolfsburg verspielte in 36 Runden nach Führung 33 Punkte, überholte mit dem Unentschieden St. Pauli, steht jetzt am Relegationsplatz. Mönchengladbach schaffte mit 1:0 (0:0) gegen Borussia Dortmund (mit Marcel Sabitzer, Carney Chukwuemeka spielte ab der 84. Minute) endgültig die Rettung. Kevin Stögr spielte bis zur 70. Minute, das Tor gelag Haris Tabakovic, Bosniens Teamstürmer mit Austria-Vergangenheit.

In Englands Premier League verloren die Klubs, die unter den letzten vier in der Conference- und Europa Lague sind, zwischen den Semifinalspielen. Oliver Glasner mit Crystal Palace in Bournemouth 0:3 (0:2), Aston Villa daheim in Birmingham gegen Tottenham mit Kevin Danso 1:2 (0:2). Durch den zweiten Auswärtssieg hintereinander überholte Tottenham WestHam, verließ damit die Abstiegsplätze. Im Duell um Platz drei schug Manchester United in Old Trafford Meister FC Lverpool 3:2 (2:0), wobei auch Ex-Salzburg-Legionäre trafen: Benjamin Sesko für Manchester zum 2:0, Dominik Szoboszlai zum ersten Treffer von Liverpool.

In Portugal wurde der FC Porto zum 31. Mal Meister, in der Schweiz Sensations-Aufsteiger FC Thun zum ersten Mal. Mit ihm der im Winter um 300.000 Euro gekauften Ex-Rapidler Fukan Dursun. Sein Anteil: Zehn Einsätze als Joker, ein Tor gegen Grasshoppers Zürich. Dort ging  Sonntag die Ära des Kärntner Interimstrainers Gernot Messner mit einer 0:2-Heimniederlage gegen Servette Genf, die ein Eigentor des Ex-Rapidlers Max Ullmann einleitete, zu Ende.  Montag übernimmt statt des Ex-GAK-Trainers Peter Zeidler. Der Deutsche trainierte 2015 sechs Monate Red Bull Salzburg.

Foto: EPA.

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