Fußball

Vor Auftakt noch 13 Millionen für Salzburg: Seit zehn Jahren in Startspielen unbesiegt

Nach drei Saisons ohne Titel geht Red Bull Salzburg dennoch als meistgenannter Titelanwärter in die neue, die im Zeichen der Wiedergutmachung stehen soll. Seit 2016 sind die Salzburger in Startspielen ungeschlagen. Bleibt es auch am Samstag gegen Hartberg dabei? Vorsicht ist geboten, denn die Steirer bezogen in der letzten Saison nur drei Auswärtsniederlagen, feierten im März ihren ersten Sieg in der Bundesliga gegen die Salzburger. Von Salzburgs Neuzugängen beginnen sicher Rechtsverteidiger Niklas Veratschnig, der sogar auf Anhieb Kapitän ist, Kevin Boma im Abwehrzentrum und Abubakr Barry im Mittelfeld, vielleicht Linksverteidiger Dominik Schmid, das polnische Mittelfeldtalent Bartosz Mazurek und die neue Nummer neun, Haris Tabakovic. Beim bonischen Torjäger stellte sich die Frage nur, weil er nach der Weltmeisterschaft verspätet in die Vorbereitung einstieg.

Im Blickpunkt steht aber auch einer, der aus Salzburgs Akademie kam: Der 19-jährige und 1,92 Meter große Tiroler Christian Zawieschitzky, der Nachfolger von Alexander Schlager als Nummer eins im Tor. Es wird erst sein siebenter Einsatz. Drei gab es vor einem Jahr in der Klub-WM gegen Pachuca, Al-Hilal und Real Madrid, je einen in der Bundesliga im letzten November beim 4:1-Heimsieg gegen Ried und in der Europa-League beim 2:0 gegen Go Ahead Deventer. Alle sehen in ihm ein Toptalent, ein routinierter Ersatz wird noch gesucht. „Wir werden nicht von Anfang an, die Gegner an die Wand spielen! versuchte Sportchef Marcus Mann die Erwartungen etwas zu dämpfen. Für ihn war Freitag nochmals Zahltag: Er verkaufte den von einer Wolfsberg-Leihe zurückgekehrten Adam Daghim an Hoffenheim, den „Österreicher-Klub“ der deutschen Bundesliga, mit Sportchef Andreas Schicker, Trainer Christian Ilzer und den „Ösi-Legionären“ Alexander Prass und Patrick Wimmer. Schicker zahlte für Daghim 13 Millionen Ablöse. Die kann er locker auf den Tisch legen, da er den Elfenbeinküste-Stürmer Bazoumana Toure um 50 Millionen an Newcastle verkaufte. Dort wird Toure künftig von Ex-Salzburg-Meistermacher Matthias Jaissle trainiert. Ein anderer Ex-Salzburg-Trainer wird  sich ab Oktober auch wieder um Salzburg kümmern: Roger Schmidt, der 2012 vom damaligen Sportchef Ralf Rangnick engagiert wurde, zwei Jahre später mit Oliver Glasner als Assistent das Double holte, ist ab 1. Oktober neuer „Global Head Soccer“ von Red Bull und damit Nachfolger des neuen deutschen Teamchefs Jürgen Klopp.

Nur vier Tage nach Hartberg wartet auf Salzburg daheim die vermutlich schwerere Aufgabe: In der Qualifikation zur Europa League gegen Pafos aus Zypern. Pafos verfehlte letzte Saison in der Ligaphase der Champions League die Play-offs zum Achtelfinale nur durch die schlechtere Tordifferenz. Pafos gewann daheim gegen Villarreal und Slavia Prag,  holte gegen Monaco ein 2:2 heraus, verlor gegen Bayern 1:5. Auswärts gab es jeweils ein 0:0 gegen Olympiakos in Athen und Kairat Almaty aus Kasachstan, ein 0:2 in Turin gegen Juventus und ein 0:1 in London gegen Chelsea. Auch der bekannteste Name in der Mannschaft des portugiesischen Trainers Riccardo Sa Pinto hat einen Chelsea-Bezug: Der inzwischen 39-jährige brasilianische Innenverteidiger David Luiz gewann mit Chelsea 2012 die Champions League, danach noch zweimal die Europa League, spielte auch bei Paris St. Germain und Arsenal.

Foto: Red Bull Salzburg/Andreas Schaad.

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