Fußball

Nach vier Spielen darf Rapid nicht müde sein! Austria hofft auf Dragovic

Zwei Spiele in der Qualifikation zur Conference League, je eines in der Bundesliga und im österreichischen Cup. Dennoch ist bei Rapid bereits nach vier Spielen von Müdigkeit die Rede. Die nannte Trainer Hoff Thorup nach dem 1:0 gegen Altach als einen Grund für den Rückfall in der zweiten Hälfte, Torschütze Petter Nosa Dahl sprach von schweren Beinen. Kein Verständnis brachte dafür Andreas Herzog als Experte am Sky-Tisch (Bild) zwischen Constanze Weiss,  Jahrhundert-Rapidler Hans Krankl und der grün-weißen Ikone Jan Age Fjörtoft (Bild) auf: „Ich kann den Dreck nicht mehr hören“, kritisierte er in seiner direkten Art, „wie kann das nach ein paar Spielen schon sein? Rechts hat der Ex-Rapid.er. Nach vier Partien darf Rapid nicht müde sein. Außer in der Vorbereitung ist etwas schiefgelaufen. Die wurde bisher aber nur gelobt.

Was ist es dann? Rapid gewann gegen Altach nur 46 Prozent der Zweikämpfe. Vom Resultat und vom Torschützen her erinnerte es an den Startsieg der letzten Saison: Auch damals gewann Rapid in Hütteldorf 1:0, auch gegen Blau-Weiß-Linz das schnelle Goldtor. Damals nach neun Minuten per Kopf, gegen Altach schon fünf Minuten früher mit rechts. Ob vielleicht die hohen Temperaturen Schuld waren, dass die Kräfte nachließen? Beim fünften Spiel der Saison am Donnerstag gegen Paire in Estlands Hauptstadt Tallinn werden die Temperaturen angenehmer sein: Da werden zur Anstoßzeit nur um die 20 Grad vorausgesagt.

Kein Zweifel, Rapid wird sich steigern müssen, um in die Ligaphase der Conference League zu kommen. Wenn Rapid papierformgemäß die Hürde Paire meistert, dann wartet in den Play-offs der Verlierer aus Benfica Lissabon gegen Hearts.  Dass der schottische Vizemeister die bessere Lösung wäre, zeigten das 0:4 und 0:2 von Hearts in der Qualifikation zur Champions League gegen Sturm. Noch einen größeren Steigerungsbedarf gibt es bei Austria, wenn man die Leistung in Wolfsberg als Maßstab nimmt. Die große Hoffnung, dass es am Donnerstag im rumänischen Ploiești gegen Beitar Jerusalem kein böses Erwachen gibt, wäre die Rückkehr von Abwehrchef Aleksandar Dragovic nach der Gehirnerschütterung. Kommt die Austria in die Play-offs, wäre entweder Sporting Braga oder Dinamo Minsk der Gegner. Braga, der Ex-Klub von Teamspieler Florian Grillitsch, kam letzte Saison in der Europa League bis ins Semifinale, scheiterte knapp an Freiburg.

So wie die Austria verlor auch der GAK in der ersten Runde 0:3, liegt gemeinsam mit den Violetten am Tabellenende. Sportdirektor Tino Wawra musste sich gesundheitsbedingt eine vorübergehende Auszeit nehmen, wird in den kommenden Wochen von Chefscout Andreas Lienhart vertreten.

 

Foto: Yigit Oerme.

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