Fußball

Gregoritsch ist Kapitän! Spielt er länger als bei der WM mit Kalajdzic?

Im Linzer Stadion ist Österreichs Fußballteam noch ungeschlagen. Im 50. Spiel der Ära von Teamchef Ralf Rangnick muss es Donnerstagabend zum Auftakt der Nations League B so bleiben, wenn im zweiten Anlauf unter Rangnick der Aufstieg das Ziel ist. Daran ließ er am Tag davor keinen Zweifel. Es gäbe diesmal keinen Grund für einen „Hang over“ wie nach der Europameisterschaft 2024,  als Österreich die Nations League mit einem 1:1 in Slowenien und einer 1:2-Niederlage in Oslo begann. Um beim Beispiel Linz zu bleiben: Eine Gala wie beim 5:1 gegen Norwegen am 13. Oktober 2024 wäre diesmal  das richtige Zeichen, das für eine Aufbruchstimmung sorgt. Drei Torschützen von damals, Philipp Lienhart, Stefan Posch und Michael Gregoritsch sind auch diesmal dabei, insgesamt sieben, die damals zum Einsatz kamen, gehören wieder zum Kader. Die Kulisse stimmt auf jeden Fall: Das Linzer Stadion ist ebenso ausverkauft wie am Sonntag das Happel-Stadion beim Duell gegen Kosovo mit Rangnicks Vorgänger Franco Foda. Der Kosovo empfängt Donnerstag in Pristina Irland.

Zwei Positionen in der Startelf verriet Rangnick: Gregoritsch (Bild) wird Kapitän sein, Alexander Schlager im Tor beginnen. Der 32-jährige Gregoritsch führt in seinem 79. Länderspiel Österreich erstmals auf den Rasen, das ist für den Grazer ein ähnlicher Meilenstein wie letzten November sein Tor gegen Bosnien, das Österreich zur WM brachte: „Ich hab schon bisher Verantwortung übernommen“, wollte er die Kapitänschleife nicht überbewerten. Bei Gregoritsch stellt sich eine andere Frage: Spielt er diesmal länger mit Sasa Kalajdzic zusammen als bei der Weltmeisterschaft? Das waren nur sechs Minuten in der Nachspielzeit beim 3:3 gegen Algerien, aber die reichten für das Kalajdzic-Tor zum Ausgleich, das Österreich ein k.o. nach der Gruppenphase ersparte. Diesmal länger mit dem Stürmerduo? Das hätte einiges für sich. Ein Argument spricht dagegen: Kalajdzic spielte seit der Rückkehr zum LASK noch nie von Beginn, kam zuletzt zur zweiten Hälfte, zuvor noch später.

Es ist kein Geheimnis, dass Rangnick gerne im Abwehrzentrum mit einem Rechts- und einem Linksfuß beginnt. Das würde für ein Comeback von Max Wöber sprechen. Dagegen, dass er bei Schalke so wie Kalajdzic beim LASK noch nicht von Beginn an spielte. Also könnten es wie bei der WM zwei „Rechte“ sein, Kevin Danso und Lienhart. Kein Problem ist für Rangnick, dass Alexander Schlager bei Werder Bremen nur im Pokal, in keinem Bundesligaspiel zum Einsatz kam. Daher ist er auch auf Grund seiner WM-Leistungen die Nummer eins gegen Israel. Wenn die Reservistenrolle bei Bremen zum Dauerzustand wird, könnte Rangnick anders disponieren. Er sah bei den zwei Trainings am Dienstag und Mittwoch in Windischgarsten viel Dynamik und Energie, keiner fiel ab. Eine dementsprechende Leistung erwartet er auch gegen die Israelis. Offen sind noch  zwei der vier Offensivpositionen. Fix sind Gregoritsch und Romano Schmid, die anderen Kandidaten sind  Patrick Wimmer, Paul Wanner, Kalajdzic  und Marco Grüll. Schiedsrichter ist der Bulgare Georgi Kabukov, der VAR Tiago Martins kommt aus Portugal.

 

Foto: ÖFB/Johannes Friedl.

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