Österreichs Teamchef Franco Foda auf der Tribüne der Rhein-Neckar-Arena in Sinisheim bei Leverkusens glanzvollem 4:1-Auswärtsieg über Hoffenheim. Er sah im strömenden Regen unten am Rasen einen besonderen Tag seines Teamkapitäns: Julian Baumgartlinger gelang nicht nur sein erstes Tor in dieser Saison, sondern auch sein erstes für Leverkusen. Bei seinem 32. Einsatz in eineinhalb Jahren. Vergangene Saison in 22 Partien nie getroffen, diesmal beendete er seine Torsperre in seinem zehnten Match. Im achten, bei dem ihn Trainer Heiko Herrlich von Beginn an einsetzte. Keines davon ging verloren. Vielleicht sollte Herrlich öfters auf den Salzburger setzen.
Seine Stärke ist das Tore schießen ja nicht unbedingt. Sondern das große Laufpensum, die Zweikampfstärke, Diesmal traf er. Es war schon etwas unerwartet, dass er in die Startelf kam. Und noch unerwarteter, dass er zum dritten Mal in seiner siebenjährigen Bundesligakarriere traf. In 122 Spielen für Mainz zweimal, jetzt erstmals für Leverkusen. Ein Schuss aus 17 Metern, als er sich frei gelaufen hatte, damit den Ball forderte. Er bekam ihn von Lars Bender, ließ nach 51 Minuten Hoffenheims Keeper Oliver Baumann keine Chance. Baumgartlinger war die Freunde zwar anzusehen aber große Jubelgesten blieben aus. Er stellte mit seiner Leistung Landsmann Florian Grillitsch in den Schatten, für den Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann den Arbeits-Samstag elf Minuten nach dem Tor von Baumgartlinger beendete. Der eroberte mit Leverkusen Platz zwei hinter Bayern, von dem ihn Sonntag Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf verdrängen können, wenn sie mit Schalke daheim Hannover bezwingen.
193 Kilometer von Sinisheim entfernt gab es in Freiburg Ärger für Ralph Hasenhüttl, Marcel Sabitzer und Konrad Laimer mit RB Leipzig: Eine 1:0-Führung aus der Hand gegeben, 1:2 verloren, mit leeren Händen heim gefahren. Weil Leipzig bereits das 12. und 13. Tor nach ruhenden Bällen kassierte. Sabitzer, der die Aktion zum Tor von Timo Werner einleitete: „Wir analysieren unser Verhalten bei Eckbällen des Gegner Woche für Woche, aber es soll nicht sein. Das gehört endlich abgestellt.“ Hasenhüttls Fazit: „Aus dem Spiel lassen wir wenig zu. Aber wenn Mannschaften wie Freiburg bei Eckbällen alles reinwerfen, richtig aggrssiv sind, können wir derzeit diese Wucht nicht verteidigen. Fußball kann brutal sein, bitter so zu verlieren.“ Eine Niederlage gab´s auch für Martin Hinteregger und Michael Gregoritsch mit Augsburg. Mit dem 0:2 bei Hintereggers Ex-Klub Mönchengladbach waren sie eigentlich noch gut bedient.
In England ging die „zu null“-Serie von Aleksandar Dragovic mit Leicester weiter: Seit er im Abwehrzentrum spielt, fünf Spiele in Serie kein Tor kassiert. Samstag daheim beim 2:0 gegen Watford, wo Sebastian Prödl ab der 61. Minute zum Einsatz kam. Das zweite Tor fiele rst in der Nachspiezeit durch Riyad Mahrez. Den ersten Sieg im zweiten Spiel mit Stoke feierte Teamverteidiger Moritz Bauer. Zum Einstand von Trainer Paul Lambert, der für Kevin Wimmer keinen Platz im Kader hatte, 2:0 gegen Huddersfield, wodurch Stoke im Kampf gegen den Abstieg Aufsteiger Brighton & Hove einholte, der mit Markus Suttner daheim gegen Meister Chelsesa mit 0:4 unterging. Enttäuschend verlief für den als mittlere Spitze aufgestellten Marko Arnautovic und West Ham das Heimspiel gegen Bournemouth: Seine Torserie ging nicht weiter, daher reichte es nur zu einem 1:1, das nach einem abgeblockten Arnautovic-Schuss der Mexikaner Chicharito als Joker rettete.