Drei Tage vor dem Start in die Ligaphase der Champions League schoss sich der griechische Meister AEK Athen für den LASK ein: Gegen Aris Saloniki gelang in der 32.000 Zuschauer fassenden Hagia Sophia-Arena ein 5:0 (1:0)-Kantersieg gegen Aris Saloniki. Anzunehmen, dass LASK-Torhüter Lukas Jungwirth (Bild) bei seinem ersten Spiel in der Königsklasse einiges zu tun bekommen wird. Zwei Tore für den Ex-Verein von LASK-Mittelfeldspieler Robert Ljubicic erzielte der ungarische Teamstürmer Barnabas Varga, je eines der rumänische Mittelfeldspieler Razvan Marin, Aboubary Koity, ein Legionär aus Mauretanien, und Joekr Zine, ein Angolaner.
Der Kader von AEK Athen hat einen Marktwert von 86,2 Millionen, ungefähr einen doppelt so hohen wie der des LASK. In der Bilanz der Sommertransferzeit leistete sich AEK ein Minus von 10,3 Millionen. Geholt wurde unter anderem um sechs Millionen der kroatische Tamspieler Lovro Majer vom deutschen Absteiger Wolfsburg, um je vier Ukraine-Stürmer Oleksandr Zubkov und der finnische Mittelfeldspieler Kaan Karinei. Von dem Trio war Samstag nur Majer erste Wahl beim 46-jährigen serbischen Traienr Marko Nikolic. Mit ihm gewann AEK seinen 14. Meistertitel, den ersten seit 2023.
Torjäger Vargas hat einen Österreich-Bezug: Er wurde in der Akademie von Mattersburg ausgebildet, schaffte es aber nur in die zweite Mannschaft. Daher wechselte er zu Lafnitz, von dort zurück nach Ungarn. Über Gyimart und Paksi schaffte er es 2023 zu Meister Ferencvaros, bei dem ihm spät, aber doch der Durchbruch gelang. Im Jänner kaufte AEK den 31-jährigen um 4,5 Millionen. Der Sturmpartner von Vargas, der Serbe Luka Jovic, verdankt seinen größten Karrieresprung einem österreichischen Trainer: Unter Adi Hütter hatte der inzwischen 28jährige bei Eintracht Frankfurt die beste Saison seiner Laufbahn. Daher kaufte ihn vor sieben Jahren Real Madrid um 69 Millionen. Beim weißen Ballett war Jovic ein Flop, kehrte im Jänner 2021 auf Leihbasis für ein halbes Jahr nach Frankfurt zurück. 2022 holte ihn Fiorentina, Auch in Florenz gelang ihm nicht viel, ebenso ab 2023 bei Milan. 2025 bekam ihn AEK ablösefrei. Für die Griechen erzielte er in 49 Spielen 25 Tore.
Letzte Saison scheiterte AEK im Viertelfinale der Conference League am spanischen Klub Rayo Vallecano, im Play-off zur Champions League war Levski Sofia, der Startgegner von FC Salzburg in der Europa League, kein Problem für den Traditionsklub aus der griechischen Hauptstadt.
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