Fußball

Admiras Präsident kriegt Vorsitz im Aufsichtsrat der Liga

Personell wird sich am Aufsichtsrat der Bundesliga für die Saison 2019/20 nichts ändern. Aber in der nächsten Sitzung werden die sieben Mitglieder einen neuen Vorsitzenden wählen. Da Wacker Innsbrucks Präsident Gerhard Stocker nach dem Abstieg seines Klubs nicht mehr Vertreter der Bundesliga, sondern der zweiten Liga ist, stellte er den Vorsitz zur Verfügung. Mit dem Aufstieg von Wattens ist Präsidentin Diana Langes ab sofort nicht mehr eine der zwei Vertreter der zweiten Liga, sondern eine der fünf in der Bundesliga. Stockers größter Verdienst in der vergangenen Saison war es, die große Eskalation des von LASK und Admira angezettelten Streits um die Verteilung der TV-Gelder, verhindert zu haben. Der richtete sich gegen Rapid und Sturm, weil der LASK und die Admira dafür plädierten, dass die Zuschauerzahlen entgegen eines Beschlusses nicht mehr mitentscheidend dafür sein sollen, wie die  TV-Gelder verteilt werden. Der LASK hat vom Fassungsraum her  (6009) mit der TGM-Arena in Pasching das kleine Stadion der Liga, Admiras Zuschauerzahlen finden sich an vorletzter Stelle der Zwölferliga. Die Kapazität in der Südstadt (10 600) wurde bestenfalls hin und wieder zu mehr als der Hälfte genützt. Hinter den Kulissen unterstützten auch Red Bull Salzburg und die Wiener Austria den Vorstoß von Admira und LASK. Stocker war es zu verdanken, dass der Imageschaden der Liga durch die Diskussionen nicht noch größer wurde.

Rapid plädierte dafür, dass Stocker trotz Wacker Innsbrucks Abstieg den Vorsitz im Aufsichtsrat behalten sollte. Fand damit keine offene Ohren. Das Argument: Der Vorsitzende muss aus der Bundesliga kommen. Rapid kann das nicht verhindern, da Grün-Weiß seit einem Jahr nicht mehr im Aufsichtsrat vertreten ist. Sturm-Präsident Christian Jauk, der dazu gehört, fand zwar mitunter einen gemeinsamen Nenner mit Rapid, aber er allein ist zu wenig. Hinter den Kulissen hat man sich, wie man hört, auf Admiras Präsidenten Philip Thonhauser als neuen Vorsitzenden geeinigt. Der ist seit fünf Jahren im Amt, besitzt 1,2 Prozent der ausgegliederten Admira Wacker Profibetrieb Gmbh mit Sitz im burgenländischen Mattersburg. Sponsor Flyeralarm hält 20 Prozent. Somit könnte stimmen, was sich Südstadt-Insider erzählen: Bei Admira passiert das, was der Sponsor und sein Vertrauter, Manager Amir Shapourzadeh, beschließen. Thonhauser kann es nur mittragen.

LASK-Präsident Siegmund Gruber und Salzburgs Vertreter Volker Viechtbauer werden im Aufsichtsrat sicher Thonhauser ihre Stimme geben, zwei weitere werden sich wohl bereits gefunden, haben.  Abwarten, ob sich Stockers Nachfolger an die Devise seines Vorgängers halten wird, wonach Vertragstreue das höchste Gut sein muss, um glaubwürdig zu bleiben, ein verlässlicher Partner zu sein.

Foto: Admira Media.

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