Das neunte Spiel von David Alaba beim Comeback nach dem Kreuzbandriss war das längste. Erstmals spielte er beim 2:1 (2:1) von Real Madrid im kleinen Stadtduell gegen Rayo Vallecano im Bernabeu-Stadion durch. Letzten Dienstag hatte Österreichs Teamkapitän dort beim 2:1 in der Champions League gegen Atletico Madrid nur aufgewärmt. Damals spiele Antonio Rüdiger auf Alabas Position neben Raul Asencio im Abwehrzentrum. Sonntag gehörte der Deutsche nicht zum Kader. Was passiert am Mittwoch, wenn Real versucht, im Wanda Metropolitano den Vorsprung gegen den ERzrivalen Atletico zu verteidigen und ins Viertelfinale aufzusteigen? Raul Asencio wird wohl wider spielen, obwohl er Sonntag schwächer als Alaba war, der mit 69 Ballkontakten die meisten der Real-Abwehrspieler hatte. Mit ihm Rüdiger oder Alaba? Das Internetportal „Real total“ bezeichnete Alabas Leistung als „routiniert und unauffällig“, lobte die solide Zweikampfquote und einige gelungene lange Bälle.
Auch ein anderer österreichischer Innenverteidiger machte Sonntag auf sich aufmerksam: Leopold Querfeld, mit 21 Jahren um elf jünger als Alaba, mit seinem ersten Tor in der deutschen Bundesliga für Union Berlin. Der Wiener traf beim nach drei Niederlagen hintereinander überraschenden 2:1 (0:1)-Auswärtssieg über Eintracht Frankfurt zum Ausgleich, als er nach 62 Minuten einen Eckball von Kapitän Christopher Trimmel aus sieben Metern per Kopf ins Tor wuchtete (Bild). Eine Co-Produktion von Ex-Rapidlern: „Ich bin glücklich, meinen Beitrag geleistet haben, dass wir ins Spiel fanden“, sagte Querfeld zufrieden in die ARD-Kameras. Denn vor der Pause lief es für ihn etwas unglücklich: Als er einen Schuss des Ex-Salzburgers Rasmus Kristensen blockte, wurde dies zur idealen Vorlage für den Belgier Michy Batshuayi, der Frankfurt in Führung brachte. Glück hatten Querfeld und Trimmel, dass in der 95. Minute der Franzose Hugo Ekitike einen Elfmeter nicht zum Ausgleich nützte. Damit blieb Union Berlin sechs Punkte vor dem Relegationsplatz, auf dem Bayern-Bezwinger Bochum liegt.
Hoffenheim blieb zwar im vierten Spiel hintereinander unbesiegt, aber Trainer Christian Ilzer machten keinen Hehl daraus, dass er mit dem 1:1 (1:0) daheim gegen Schusslicht Heidenheim nicht zufrieden sein konnte. Der Ex-Austrianer Haris Tabakovic sorgte mit dem Hinterkopf für die Führung, in der zweiten Hälfte war Heidenheim mit Matthias Honsak aber die bessere Mannschaft. Pausieren musste bei Hoffenheim Alexander Prass: Österreichs Teamspieler verletzte sich beim Aufwärmen.
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