Fußball

Alaba gegen Chelsea steht 3:0! Hintereggers Belohnung heißt Barcelona

Mit Bayern München gewann David Alaba drei Partien gegen Chelsea. Schafft er es auch im Schlager des Viertelfinales der Champions League? Dann würde er mit Real den Titelverteidiger eliminieren, im Semifinale auf den Sieger aus Manchester City gegen Atletico Madrid, des Duells der Meister aus Spanien und England, treffen. Damit möglicherweise auf Pep Guardiola, seinen ehemaligen Trainer bei Bayern München. Villarreal, der Bezwinger von Juventus Turin, ist der Viertelfinalgegner der Bayern. Wird die Hürde genommen, heißt der Semifinalgegner wahrscheinlich FC Liverpool, der im Viertelfinale gegen Benfica Lissabon klarer Favorit ist. Die Chancen für Alaba und Marcel Sabitzer, unter die letzten vier zu kommen, stehen sicher größer als die von Valentino Lazaro, der in Benficas zwei Viertelfinalduellen gegen Ajax Amsterdam zusammen elf Minuten spielte.

Gegen Chelsea litt Alaba schon Höllenqualen. Das war 2012 im Endspiel „dahoam“ in der Münchener Allianz-Arena. Da saß er wegen einer Gelbsperre auf der Tribüne, musste machtlos zusehen, wie Bayern das Endspiel im Elfmeterschießen verlor. Als er ein Jahr später spielte, schlug Bayern Chelsea im Penaltydrama. Das war im Stadion von Slavia Prag beim Spiel um den Supercup. 1:1 nach 90 Minuten, 2:2 nach 120, das Elfmeterschießen gewann Bayern 5:4. Alaba verwandelte den ersten gegen Chelseas tschechischen Tormann Petr Cech, den etnscheidenden vergab Romelu Lukaku, auf den Alaba neun Jahre später wieder treffen wird. 2020 war Chelsea mit Trainer Frank Lampard im Achtelfinale für Bayern am Weg zum zweien Triumph in der Königsklasse kein großes Hindernis mehr: Alaba gewann an der Stamford Bridge 3:0, das Retourspiel, wegen Corona unter Ausschluss der Öffentlichkeit, 4:1. Einige der damaligen Verlierer, sind noch bei Chelsea. In der Abwehr Kapitän Cesar Azplicueta, Antonio Rüdiger, Andreas Christensen, Marco Alonso und Reece James, im Mittelfeld N´Golo Kante und Mateo Kovacic, in der Offensive Mason Mount. Für Real Madrids Trainer Carlo Ancelotti wird es eine sehr emotionale Angelegenheit: Weil er auch bei Chelsea Trainer war, 2010/11 das erste Double der „Blues“ in der Klubgeschichte holte.

Vor einem absoluten Kracher steht auch Martin Hinteregger mit Eintracht Frankfurt im Viertelfinale der Europa League. Als Belohnung für seinen Treffer, den spätesten in der Geschichte der Europa League, mit dem er Frankfurt nach 121 Minuten das 1:1 gegen Betis Sevilla und den Aufstieg rettete, seinen Heldenstatus bei den Fans vergrößerte, darf er zum ersten Mal in seiner Karriere gegen den FC Barcelona spielen. Sein Landsmann und Trainer Oliver Glasner war vom Los ebenso „geflasht“ wie am Abend zuvor vom Aufstieg, sagte Favorit Barcelona den Kampf an: „Wer den Fünften von Spanien eliminiert hat, kann das auch gegen den Dritten schaffen!“ Barcelona gilt bei seiner eigentlich unerwünschten Premiere in der Europa League als Favorit auf den Titel. Weil die Winterkäufe „Barca“ Beine machten: Ferran Torres, für 55 Millionen von Manchester City gekommen, Adama Traore, von Wolverhampton ausgeliehen und der ablösefrei von Arsenal geholte Torjäger Pierre Emerick Aubameyang. Der erzielte Donnerstag in Istanbul das Siegestor zum 2:1 und Aufstieg gegen Galatasaray. Ihn kennt Hinteregger aus den Spielen in seiner Augsburg-Zeit gegen Borussia Dortmund. Gelingt es Frankfurt Barcelona zu stoppen, dann geht es gegen den Sieger aus West Ham gegen Lyon. Hinteregger kam mit Frankfurt bereits 2019 unter Adi Hütter ins Semifinale der Europa League. Konrad Laimer trifft mit RB Leipzig auf Atalanta Bergamo. Gegen die Italiener anders als Leverkusen aufzusteigen, könnte die schwierigere Aufgabe sein als dann im Semifinale den Sieger aus Braga gegen Glasgow Rangers auszuschalten.

In der Conference League könnte Gernot Trauner seinen Ex-Klub LASK rächen: Er trifft mit Feyenoord Rotterdam auf Slavia Prag. Die Ex-Rapidler Stefan Schwab und Thomas Murg sind mit Paok Saloniki gegen Olympique Marseille Außenseiter. Steigen Feyenoord und Paok auf, gäbe es ein unerwartetes Österreicher-Duell. Wie in den Gruppenspielen treffen Norwegens Meister Bodö Glimt und AS Roma aufeinander. Damals deklassierte der Außenseiter die Mannschaft von Startrainer Jose Mourinho daheim 6:1, schaffte in Rom ein 2:2.  Der Schlager heißt aber Leicester gegen PSV Eindhoven. Ein Duell von zwei ehemaligen Salzburg-Legionären: Patson Daka gegen Andre Ramalho.

Foto: Real Madrid.

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