Fußball

Alaba nahm Hintereggers Hilfe nicht an

Martin Hinteregger leistete zwar bei seinem Debüt für Eintracht Frankfurt mit dem 1:1 (1:1) gegen Tabellenführer Borussia Dortmund David Alaba (Bild)  und Meister Bayern zwar Schützenhilfe für den Titelkampf. Der nahm sie aber nicht an, verlor in Leverkusen gegen Teamkapitän Julian Baumgartlinger nach 1:0-Führung nach sieben Siegen hintereinander noch 1:3. Auch weil der Linksverteidiger beim 1:2 und 1:3 nicht gut aussah. Nach dem Führungstor von Kapitän Marco Reus in Frankfurt hatte Dortmund schon acht Punkte Vorsprung, nach Frankfurts Ausgleich durch Luka Jovic und bei Bayerns Führung in Leverkusen waren es nur vier. am Ende aber sieben. Einer mehr als vor Anpfiff. Bayerns Trainer Niko Kovac sagte aber in die „Sky“-Mikrofone: „Es ist nicht viel passiert“. Zum Sieger des Super-Samstags avancierte Mönchengladbach durch das 2:0 (0:0) bei Schalke. Das brachte dank der besseren Tordifferenz Platz zwei vor Bayern. In den ausstehenden 14 Runden hat Mönchengladbach gegen Dortmund und Bayern Heimvorteil.

Frankfurts Trainer Adi Hütter hatte Vertrauen in Landsmann Hinteregger, ließ den Linksfuss nach nur zwei Trainings in der Dreierkette. Auf der für den Kärntner ungewohnten rechten Position. Es gab für Hinteregger und Frankfurt zwischen der 22. und 28. Minute drei ungute Situationen, in denen das Match hätte verloren gehen können. Beim 0:1 verlor „Hinti“ den entscheidenden Zweikampf gegen Portugals Europameister Raphael Guerreiro, der den Assist für Reus leistete. Dann war Reus alleine durch, als Hinteregger den Ex-Dortmunder  Sebastian Rode angeschossen hatte, was zur Idealvorlage für Borussias Kapitän wurde. Der aber dies nicht nützte, an Tormann Kevin Trapp scheiterte. Zwei Minuten später konnte Hinteregger Reus am Schuss nicht mehr hindern. Der traf nur die Latte. Danach reagierte Hütter von der Bank, ließ seine Mannschaft, die zu Beginn  mit hohem Pressing Dortmund keine Luft zum Atmen gelassen hatte, tiefer verteidigen. Es gelang der  Ausgleich. Die zweite Hälfte war dann nicht so „wild“ wie die erste. Hinteregger bekam für gewonnene Zweikämpfe Beifall auf offener Szene von den Eintracht- Fans, half mit, den Punkt zu retten. Mit dem Hütter leben konnte, weil die Eintracht erst die fünfte Mannschaft war,die in dieser  Saison gegen Dortmund punktete: „Ein tolles Spiel von zwei Teams mit viel Dynamik. Wir haben gefightet, ich bin zufrieden.“ Andererseits wuchs der Rückstand auf den Vierten RB Leipzig, der Freitag Abend mit Marcel Sabitzer und Konrad Laimer beim 3:0 in Hannover ungefährdet war, und das Traumziel Champions League-Platz  auf fünf Punkte. Hinteregger bekam in Frankfurt eine neue Rückennummer: Aus 36 in Augsburg wurde 13.

In Leverkusen schien alles für Bayern zu laufen. Auf die Führung durch Leon Goretzka folgte knapp vor der Pause der zweite Treffer von Robert Lewandowski, der aber nach minutenlangen Beobachtungen im Kölner Videokeller wegen eines Hauchs von Abseits nicht zählte. In der letzten Minute der ersten Hälfte ersetzte Baumgartlinger den verletzten Leverkusener-Jungstar Kai Havertz, wodurch mehr defensive Stabilität ins Spiel kam. Das nach der Pause in zehn Minuten kippte: Weil Keeper Sven Ulreich, der Ersatz für den am Daumen verletzten Manuel Neuer, an einen Freistoß des Jamaikaners Leon Bailey ins Tormanneck  nicht herankam. Und danach Bayerns Abwehr nachlässig wirkte. Inklusive Alaba, der Leverkusens 2:1 seinen Gegenspiel Karim Bellarabi aus den Augen verlor. Der die Führung durch Kevin Volland ideal auflegte. Der Torschütze tat Bayern zusätzlich weh, weil er eine Vergangenheit bei 1860 München hat, ein ehemaliger „Löwe“ ist. Das 3:1 fiel der 87. Minute aus einem Konter nach einem Ballverlust von Alaba, zählte wegen Abseitsverdacht erst nach langen Betrachtungen des Videoassistenten. Vier Leverkusen-Schüsse auf das Bayerns Tor ergaben drei Treffer. Nach Schlusspfiff sah man Alaba am Rasen im Small Talk mit Baumgartlinger. Als Alaba später aus der Kabine kam, sagte er auch die Bayern-Devise nach dem Ende der Siegesserie gegen Leverkusen: „Wir geben nicht auf. Niemals.“

Ein Österreicher-Duell gab´s beim 1:1 zwischen Hoffenheim von Fortuna Düsseldorf. Wobei Kevin Stöger mit dem Unentschieden sicher besser leben konnte als Florian Grillitsch und Stefan Posch. Noch dazu, wo Stöger Fortunas Ausgleich durch eine Flanke von rechts mit links vorbereitete, nach der Posch das Kopfballduell gegen den Torschützen Rouwen Hennings verlor. Ein gebrauchter Samstag war es auch für Valentino Lazaro und Hertha BSC Berlin durch die 0:1-Heimpleite gegen Wolfsburg, die erste Niederlage in diesem Jahr. Als Lazaro in einem Rücken Wolfsbergs Franzosen Jerome Roussillion laufen ließ, fiel der einzige Treffer. Georg Margreitter gab mit Nürnberg durch das 1:1 (0:1) gegen Werder Bremen die rote Laterne des Letzten an Hannover ab.

In der zweiten Liga gab es einen österreichischen Siegestorschützen: Nikolai Dovedan traf zu Heidenheims 1:0 (1:0) gegen Dynamo Dresden. Je ein Ex-Rapidler (Brian Behrendt), Ex-Salzburger (Reinhold Yabo) und Ex-Mattersburger (der Steirer Manuel Prietl) sorgten im Dress von Arminia Bielefeld für das überraschende 2:0 gegen Tabellenführer Hamburger  SV. Yabo erzielte den zweiten Treffer.

Foto: SPORT BUSINESS MAGAZIN.

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