Fußball

Alles Gute Basti! Kämpfer Prödl gibt nicht auf: Neuer Anlauf bei Udinese gegen Leidenszeit

Künftig spielt Sebastian Prödl nicht mehr in Schwarz-Gelb, wie in den letzten viereinhalb Jahren bei Watford, sondern in Schwarz-Weiß. Wie in den Anfangszeiten seiner Karriere bei Sturm Graz. In Italiens Serie A bei Udinese. Der 15. der Serie A steht ebenso im Besitz der Dynastie um Vittorio Pozzo wie Watford. Das erklärt den Wechsel: Freitag löste der 32 jährige Innenverteidiger  den Vertrag in London, der bis 2021 gelaufen wäre, Dienstag wurde der Wechsel ins italienische Kanaltal, 110 Kilometer von der Grenze zu Österreich entfernt, ,offiziell. Alles klar war in Wahrheit bereits am Freitag. Prödl hat nach 149 Spielen in der deutschen Bundesliga für Werder Bremen zwischen 2008 und 2015, 77 in Englands Premier League  und 73 Länderspielen für Österreich nur ein Ziel: In neuer Umgebung seiner Leidenszeit beenden, wieder Fuß zu fassen, auf seinem gewohnten Niveau spielen, in der dritten europäischen Topliga seinen Mann stellen: „Ich wie man sich zurückkämpft!“, behauptet Prödl. Das hat er schon oft gezeigt. Nach schweren Verletzungen wie Außenmeniskusriss, Sehnenriss, Kieferbruch, Innenbandriss etc.,

2017 wählten die Watford-Fans ihn zum Spieler der Saison. Weil er für herausragenden Einsatz stand, man sich immer auf ihn verlassen konnte. Danach wurde es  aber wesentlich ruhiger. Von Schwierigkeiten mit den Trainern, mit dem Portugiesen Marco Sikva und dem Spanier Javi Gracia, war als offizielle Version die Rede. Das kam überraschend, weil der Steirer eigentlich als pflegeleicht galt. Oder war es doch bereits das Knie? Das  wurde am 3. Jänner 2019 in London athroskopiert. Irgend etwas muss da nicht gelungen sein. Denn im vergangenen Herbst kam er nur auf 57 Minuten in der Premier League und zwei Spiele im League-Cup. Derzeit kann Prödl noch nicht daran denken, ins Mannschaftstraining bei Udinese einsteigen. Ein  Knochenmarksödem im operierten Knie, das er derzeit nicht voll belasten darf und kann, macht alles langwieriger und schwieriger, noch ein Aufbautraining nötig. Daher will Prödl keine konkreten Termine nennen, wann er voll  einsteigen und danach wieder spielen kann: „Ich möchte mein gewohntes Niveau erreichen. Und alles, was dadurch entsteht, nehme ich gerne mit!“ Von seiner dritten Europameisterschaft mit Österreich redet er mit voller Absicht nicht. Daran kann er erst denken, wenn es im Frühjahr wieder so klappt wie er sich das vorstellt. Da kann man nur sagen: Alles Gute Basti für diesen schweren Kampf.

Udinese verlor Sonntag daheim gegen Inter Mailand 0:2, ist acht Punkte  von einem Abstiegsplatz entfernt. Nicht nur Prödl hat eine Watford-Vergangenheit, auch der Holländer Marvin Zegelaar, der Schwede Ken Sema und der  Italiener Stefan Okaka. Einen ehemaligen Austrianer trifft Prödl bei seinem neuen Klub auch: Jens Stryger Larsen, den dänischen Teamverteidiger. Trainer ist seit Oktober der Italiener Luca Gotti, der im Oktober auf den Kroaten Igor Tudor folgte. Wie italienische Trainer ticken, weiß Prödl von Watford aus der Zeit mit dem Dienstag bei Torino entlassenen Walter Mazzari. Unter ihm hatte Prödl seine beste Zeit in der Premier League. Wenn er das Niveau wieder bei Udinese schafft, verdient das Hochachtung und tiefen Respekt.

Foto: Watford.

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