Fußball

Auch Salzburg erst im Nachspiel: Wäre es mit VAR anders gelaufen?

Auch das letzte Duell im Achtelfinale des Uniqa-Cups ging in die Verlängerung. In der erzielte RB Salzburg die entscheidenden zwei Tore zum 3:1 (0:0)-Heimsieg nach 0:1-Rückstand gegen WSG Tirol. Damit schafften es nur Rapid und der LASK nach 90 Minuten unter die letzten acht zu kommen, Ried, Altach, Blau-Weiß Linz, Wolfsberg und Salzburg nach 120 Minuten, Sturm Graz nach Verlängerung im Elfmeterschießen. Das Viertelfinale wird Sonntag im Rahmen der Bundesliga-Sendung auf ORF 1 live ausgelost, erst im nächsten Jahr am 30. Jänner und 1 .Februar ausgetragen. Der mühevolle Salzburger Aufstieg zu Beginn des Heimtriples gelang bei der Premiere auf einem modernisiertem  Spielfeld mit Hybrid-System. Das bedeutet Naturrasen mit eingestickten Kunstfasern.

Vor nur 5016 Zuschauern fiel bis zur 68. Minute kein Tor, danach führten die Tiroler. Weil Innenverteidiger Jamie Lawrence nach einer Flanke von Kapitän Valentino Müller besser reagierte als Salzburgs Verteidiger Frans Kraetzig. Aber darauf folgte die Salzburger Reaktion. Alle Tore zum Aufstieg kamen von der Bank.  Das 1:1 nach 75 Minuten schoss Moussa Yeo, zu der Beginn der zweiten Hälfte Yorbe Vertessen ersetzte. Die Vorarbeit kam von Edmund Baidoo. In der Nachspielzeit entschieden die dänischen Joker Clement Bischoff (kam nach 61 Minuten für den Japaner Soto Kitano) und Maurits Kjaergaard, der ab der 46. Minute statt Mamdy Diambou im Einsatz war, für Salzburg.  Das 2:1 war allerdings umstritten: Tirols David Jaunegg wurde im Laufduell mit Bischof zu Boden gerissen, Schiedsrichter Christian Petru Ciochirca ließ weiterlaufen. Daher kam Bischoff durch, schoss, der Abpraller kam zu Kjaergaard, der nach drei Minuten der Verlängerung die Führung erzielte. Im Achtelfinale des Cups ist noch kein Videoschiedsrichter im Einsatz. Zum Unglück für die Tiroler, weil der Petru Ciochirca höchstwahrscheinlich zum On Field-Review geschickt und das Tor dann möglicherweise nicht gegolten hätte. Bischoff machte nach 107 Minuten dann alles klar (Bild).  Tirols Trainer Philipp Semlic lobte den unglaublichen Fight seiner Mannschaft: „Wir kamen auf die Niederlagenstraße, weil der Schiedsrichter eine Situation falsch eingeschätzt hat!“

Foto: Red Bull Salzburg/Andreas Schaad.

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