Fußball

Austria entdeckt Aserbaidschan-Markt und Holländer Cavlan! Windbichler nach Australien statt zu Rapid

Keine Sensationen am Dienstag bei der Klubkonferenz der Bundesliga. Die Entscheidung, ob Wacker Innsbrucks Präsident Gerhard Stocker trotz des Abstiegs der Tiroler Chef des Aufsichtsrats bleibt, fällt erst bei der nächsten Sitzung dieses Gremiums. Zur Sprache kamen auch die vieldiskutierten Pläne der European Club Association (ECA) und ihres Chefs Andrea Agnelli zur Reform des Europacups, gegen die Europa in den letzten Wochen mobil machte. Ex-Ligavorstand Georg Pangl erklärte als Generalsekretär der European Leagues, des Verbunds von 36 Profiligen, dem auch Österreichs Bundesliga angehört, die Nachteile für die österreichischen Klubs. Es wäre ja tatsächlich fast ein Todesurteil für den Fußball, wenn man sich nicht mehr für die europäischen Bewerbe qualifizieren kann oder muss, wenn alles auf eine „geschlossene Gesellschaft“ hinausläuft. Weil die traditionsreichen nationalen Ligen in ihrer Attraktivität für Millionen Fans beschädigt werden.

Sogar in Agnellis Heimat gibt es mehr Widerstand als Unterstützung. 14 Vereine von Italiens Serie A sahen ein Bedrohung für die Zukunft des europäischen Fußballs. Schon zuvor lehnten 36 deutsche Profiklubs die Reform ab, gegen die sich auch Englands Premier League verwahrte, Spanien mit Ausnahme von FC Barcelona und Real Madrid Widerstand ankündigte. Rapids Herr der Finanzen, Raphael Landthaler, sprach sozusagen als ECA-Vertreter aber eher positiv darüber. Die grün-weißen Motive sind etwas schleierhaft. Eine offizielle Erklärung der Bundesliga war nie geplant, es war sozusagen nur eine Art Informationsveranstaltung, bei der wegen der vielen genannten Zahlen am Ende bei einigen die Köpfe rauchten und der Durchblick fehlte. Aber wenn man bedenkt, dass nach diesen Plänen Meister Red Bull Salzburg nicht in der Königsklasse spielen würde, braucht man gar nicht viel nachdenken, müsste sich auch Österreich als Gegner deklarieren.

In der Liga kommt der Transfermarkt zum Start der Vorbereitung etwas in Schwung. Der LASK blieb seinem Erfolgsmodell treu, kaufte beim steirischen Zweitligisten Kapfenberg, was sich beim im Mai nach Wolfsburg transferierten Brasilianer Joao Victor sehr bewährt hatte. Jetzt sicherten sich die Linzer den 18jährigen Stürmer Thomas Sabitzer, einen Cousin von Österreichs Teamspieler Marcel Sabitzer. Fast die ganze Liga war hinter einem der letzten Strassenfußballer her, der in 27 Spielen auf zwölf Tore und sechs Assists gekommen war. Für die Defensive holte der Vizemeister den ehrgeizigen 20jährigen Tiroler Daniel Schnegg vom FC Liefering. Seien erste Empfehlung: Der beste Lactat-Test des ganzen Kaders.

Dei Austria entdeckte erstmals in ihrer Klubgeschichte Aserbaidschans Liga als Einkaufsmarkt. Holte den 21jährigen Innenverteidiger Maudo Jarjue (Bild oben) vom Dritten FK Sabail. Zuvor spielte der Afrikaner aus Guinea-Bissau in der zweiten portugiesischen Liga bei Gil Vicente. Christian Ilzer, der neue violette Trainer, hält Jarjue für top-entwickelbar zu einem Abwehrspieler modernster Prägung. Das soll auch der in Hollands Eredivisie beim FC Emmen gefundenen Linksverteidiger Camer Cavlan sein. Der spielte zuvor auch in der zweien türkischen Liga bei Boluspor und Sanliurfaspor. Bei Emmen war Cavlan mit vier Toren der zweitbeste Schütze, dazu kamen sieben Assists. Sportchef Ralf Muhr spürte sogar die positive Energie, die Cavlan für sein neues Engagement mitbrachte.

Bei Rapid scheiterte hingegen ein Transfer ,der schon fast als fix galt. Aus welchen Gründen auch immer bekam Trainer Didi Kühbauer nach dem Griechen Taxiarchis Fountas und Thorsten Schick doch nicht seinen dritten ehemaligen Schützling. Denn Defensivspieler Richard Windbichler, zuletzt in Südkorea und Dänemark unter Vertrag, wechselt nach Australien. Rapid bestreitet das Startspiel zur neuen Saison: Am Freitag, den 26.Juli in Hütteldorf gegen Meister Red Bull Salzburg. Schwerer geht´s trotz Heimvorteil nicht. Die Austria gastiert einen Tag später in Innsbruck beim Aufsteiger WSG Swarovski Tirol, der am Rapidler Manuel Martic Interesse zeigt.

Foto: © FK Austria Wien Media.

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