Fußball

Bereit zur nächsten Heldentat: Der verpatzte 60. Geburtstag von Gregoritsch ist vergessen

4:1 (2:1) für Rapid gegen Admira bei der Unter 21-EM in Italien. So hoch gewann überraschend der grün-weiße Flop Andrij Ivan mit Rumänien gegen Marin Jakolis und Kroatien in San Marino. Ivan erzielte in der 72 Minuten, in denen er spielte, wie bei Rapid gewohnt kein Tor, Jakolis gab den Assist zum einzigen Treffer der Kroaten. Bekam in der „Gazzetta“ aber die schlechtere Note (5,5) als Ivan (6,5). Die 6,5 erhielt auch Dayot Upamecano, Frankreichs Abwehrchef mit Salzburg-Vergangenheit, nach dem 2:1 über England in Cesena, wo ein ehemaliger Torjäger aus Österreich, nämlich Walter Schachner, auch 36 Jahre nach seinem Abschied zu Torino, weiter Heldenstatus genießt. Die Franzosen vergaben durch ihre Lyon-Millionenstars Moussa Dembele (bei 0:0) und Houssem Auoar (bei 0:1) zwei Elfmeter, lagen bis zur 89.Minute nach einem Tor von Manchester City-Jungstar Phil Foden zurück, gewannen in der 95.Minute durch ein Eigentor von Crystal Palace-Mittelfeldspieler Aaron Wan-Bissaka.

So viel Dramatik möchte sich Österreichs Teamchef Werner Gregoritsch Donnerstag Abend gegen Dänemark in Udine ersparen, so viel Glück könnte er brauchen. Trotz der Sensation gegen Serbien sehen sich alle als  Außenseiter, was auch die tipp 3-Quoten unterstreichen. Die auf den Europameister Österreich stehen auf 20,00, das bedeutet Rang sieben in der Rangliste, die Italien (3,50) anführt. Die höchste Quote beim Duell gegen die Dänen, die nach der Startniederlage gegen Titelverteidiger Deutschland unter Zugzwang stehen, hat ein Unentschieden (3,20), die niedrigste ein dänischer Sieg (2,40). Die auf den zweiten Sieg Österreichs in Italien steht bei 2,60 , Aber die Österreicher trauen sich zu, im Stadio Friuli, wo 25 132 Zuschauer hineinpassen, am 30. Juni das Endspiel stattfindet, zum zweiten Mal so jubeln zu können wie am Montag in Triest (Bild oben). Gregoritsch ist überzeugt, nochmals den Plan durchziehen zu können, wenn seine Spieler erneut so viel Leidenschaft, Mut und taktische Disziplin bringen, wenn jeder wieder für den anderen läuft. Und außer Tormann Alexander Schlager jeder so um die zwölf Kilometer.

Den Dänen fehlen mit  Andreas Christensen (Chelsea) und Joachim Andersen (Sampdoria) ihre besten Innenverteidiger, dazu Ajax Amsterdam-Stürmer Kapar Dollberg. Beim 1:3 gegen Deutschland begannen mit Oldham-Tormann Daniel Iversen, Ajax-Verteidiger Rasmus Kristensen, Abwehrchef Jacob Rasmussen (Empoli),  den Mittelfeldspielern Philipp Billing (Huddesfield) und Mathias Jensen (Celta da Vigo) sowie den Stürmern Jacob Brunn Larsen (Borussia Dortmund) und Marcus Ingvartsen (Union Berlin) sieben Legionäre, fünf weitere sassen auf der Bank. Darunter Asger Sörensen, der Ex-Salzburger in Diensten von Zweitligist Jahn Regensburg. Wie gut die Dänen spielen können, merkte Gregoritsch an seinem 60. Geburtstag am 22.März 2018, den sie ihm mit einem 5:0 (2:0)-Kantersieg in Wr.Neustadt total verpatzten. Schon nach acht Minuten führten sie durch Brunn Larsen und Ingvartsen 2:0, nach der Pause traf  Mittelfeldstratege Robert Skov vom FC Kopenhagen, den Gregoritsch als Schlüsselfigur sieht, zum 3.0. Das Debakel ist beim Teamchef kein Thema mehr: „Jetzt gibt´s  ganz andere Voraussetzungen.“ Von denen, die in Udine beginnen werden, spielren damals nur Kapitän Philipp Lienhart, Sascha Horvath und Mathias Honsak über die volle Distanz, Alexander Schlager und Verteidiger Maximilian Ullmann in der zweiten Hälfte. Apropos Schlager: Er war der einzige Tormann, der im ersten Spiel ungeschlagen blieb. Schon sein 19. Spiel in dieser Saison, das „zu null“ endete.

Ein Rückhalt, den Österreich wieder braucht. Gregoritsch erweiterte inzwischen den Rütlischwur, für den schwer verletzten Hannes Wolf zu spielen, noch um den verletzt ausgefallen Sandi Lovric und den nicht fit gewordenen Max Wöber. Bis zur Europameisterschaft ärgerten sich Gregoritsch und seine Spieler, in der Öffentlichkeit nicht  richtig wahr genommen zu werden. Auch weil die Termine öfters mit dem Nationalteam kollidierten. Jetzt ist es anders: Sie stehen im Blickpunkt der rot-weiß-roten Fußballnation. Die blickt Donnerstag gespannt nach Udine.

 

 

 

Foto: © ÖFB Media.

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