Fußball

Austria hat den „Tor-Benni“: In zwei Runden so viele Siege wie zuvor in zwölf

In den ersten zwei Spielen dieses Jahres zwei Siege ohne Gegentreffer. Drei Tage nach dem 1:0 in Ried gelang den Violetten erneut in Gelb in der Südstadt sogar ein 4:0 (0:0) gegen die Admira. So viele Treffer erzielte die Saison in den 13 Partien zuvor nie. Zwei Siege gelangen der Austria in den ersten zwölf Runden dieser Saison, zwei hintereinander noch nicht. Drei Spiele hintereinander ohne Niederlage gab es zuvor im September (daheim 2:1 gegen Ried und 2:2 gegen Admira, in Innsbruck 2:0 gegen WSG Swarovksi Tirol). Jetzt könnte Sonntag gegen die Tiroler nach dem 1:1 gegen den LASK, den Siegen über Ried und Admira das vierte Spiel in Serie ohne Niederlage gelingen. Findet die Austria doch noch in die Erfolgsspur? „Der Sieg war verdient, fiel aber zu hoch aus“, meinte General Manager Peter Stöger, „es sieht so aus, als wären wir auf dem Weg, eine funktionierende Mannschaft zu werden!“

Im Moment hat sie auf jeden Fall einen „Tor-Benni“. Benedikt Pichler (Bild oben) erzielte in jedem der letzten drei Matches je ein Tor. Gegen den LASK das 1:0, in Ried köpfelte er das Goldtor, in der  Südstadt brach er nach idealer Vorarbeit von Markus Suttner den Bann, erzielte bei unwirtlichen und schwierigen Bedingungen, bei Schneefall und Wind, die Führung. Das fünfte Saisontor des 23 jährigen Salzburgers, der im Sommer 2019 von Austria Klagenfurt um 250.000 Euro Ablöse kam, bis 2023 unter Vertrag steht. Und danach war die Austria so effizient  wie nie zuvor: Drei Tor innerhalb von 23 Minuten. Nach präziser Flanke von Manprit Sarkaria gelang Georg Teigl, der zuvor die Stange traf, sein erstes Tor für Austria in seinem bisher besten Spiel. Sein erstes in der Bundesliga seit  2013, als er noch bei Red Bull Salzburg spielte. Und dann kam sogar der für Christoph Schösswendter eingewechselte Innenverteidiger Johannes Handl zu seinen ersten zwei Treffern in der Bundesliga. Plötzlich gelang alles.

Vor Anpfiff gedachten die Austrianer mit dem Transparent „We remember“ den Opfern des Holocaust. Mit dabei überraschend Kapitän Alexander Grünwald, der viel früher als erwartet nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder dabei war. Vor der Pause musste Markus Suttner bei einem Fersler von Jimmy Hoffer auf der Linie den Rückstand verhindern, in der zweiten Hälfte ein ganz anderes Bild. Nach Pichlers Führung dominierte die Austria, am Ende konnte sich Tormann Patrick Pentz über sein viertes „zu null“ in dieser Saison freuen. Mit dem die Austria Hartberg überholte, zumindest für 24 Stunden auf Platz sieben vorstieß. Hartberg verlor das steirische Derby bei Sturm Graz 1:2 (0:2), kam erst nach der Pause in Tritt. Das Highlight des Spiels: Das Supertor von Jakob Jantscher zur 2:0-Führung der Sieger. Wäre er nicht schon 32, könnte Jantscher in dieser Form sogar für Teamchef Franco Foda, der live vor Ort war, ein Thema sein.

Nicht mehr bei Austria ist Stürmer Bright Edomwonyi. Der Legionär aus Nigeria  wechselt leihweise bis Saisonende nach Griechenland zu Atromitos Athen, damit zu Ex-Rapid-Trainer Damir Canadi. Wie bei Alon Turgeman bracht damit die Austria einen Großverdiener, der die Erwartungen nicht erfüllte, vorerst für fünf Monate von der Gehaltsliste weg. Edomwonyi, der selbst um den Wechsel bat, steht bei Austria bis 2022 unter Vertrag.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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