Fußball

Austria ohne Grünwald ist keine gute Idee! Auch die violetten Fans haben nur schlechte

Vor den letzten neun Runden nur drei Punkte Rückstand auf den Dritten St. Pölten, der Sonntag gegen Wolfsberg eine Chance auf einen Heimsieg sieht und daher intakte Chancen auf Rang drei samt Qualifikation für die Europa League. So könnte man aus Sicht von Austria und Sturm Graz die Ausgangsposition für das direkte Duell am Sonntag Nachmittag in der Generali-Arena sehen. Aber das wäre nichts anderes als Schönreden einer bisher verkorksten Situation. Was Sturms Trainer Roman Mählich partout nicht wollte, die Lage des Vizemeisters schonungslos ehrlich ansprach. Unter der Devise, nicht die Augen vor der Realität zu verschließen. Das unterscheidet ihn wohltuend von einigen Kollegen.

Die Botschaft von Mählich: Die Mannschaft, die letzte Saison Cupsieger und Vizemeister, gibt es durch die Abgänge von Eckpfeilern wie Deni Alar, Bright Edomwonyi, James Jeggo  oder Peter Zulj nicht mehr. Der aktulle Kader sei nicht so erfahren, man könne von ihm nicht solche Leistungen wie letzte Saison erwarten: „Es ist zwar das Potenzial zu einer positiven Entwicklung sicher vorhanden, aber das braucht Zeit.“ Was Mählich damit den Fans mitteilen wollte: Sie sollten sich eine Zeit lang damit abfinden, kleinere Brötchen zu backen. Was einigen sicher schwer fallen wird. Denn es bleibt Fakt, dass der LASK mit einem kleineren Budget als Sturm diese Saison eine bessere Figur macht.

Vier  ehemalige Eckpfeiler von Sturm aus den letzten Saisonen konnten bei Austria noch nichts positives bewegen. Wie Michael Madl, der nicht zur Zentralfigur der Abwehr, die er im Sturm-Dress war, avancierte. Wie Edomwonyi, der zu viele Chance liegen läßt, Uros Matic oder Jeggo. Aber Trainer Robert Ibertsberger sieht die Lage vor dem dritten Spiel seiner Ära besser als vor dem ersten, das im letzten Spiel des Grunddurchgangs gegen Sturm in Graz 0:1 verloren gegangen war: „Seit damals ist einiges besser geworden. Vor allem im Spiel mit dem Ball.“ Mag sein, aber die vorhandene Luft nach oben sieht auch Ibertsberger.

Auch unter diesem Aspekt  wäre es keine gut Idee, sollte er wie letzten Sonntag beim Debakel in Salzburg wieder auf Kapitän Alex Grünwald verzichten. Der Kapitän  muss dabei sein. Weil er eine der wenigen bei Austria ist, der Verantwortung übernimmt, sich auch nach Fehlern nicht versteckt, den Ball fordert. Und weil das Spiel mit dem Ball Grünwalds größte Stärke ist. Und das will Ibertsberger ja verbessern.

Auch keine gute Ideen haben einige sogenannten Fans aus Protest gegen das Finale des Uniqa-Cups am 1. Mai zwischen Red Bull Salzburg und Rapid im Viola Park. Zunächst das letztklassige Transparent gegen AG-Vorstand Markus Kraetschmer auf dem Tangenten-Übergang zum Stadion, Samstag das Versperren einiger Stadion-Eingänge mit Ketten und Vorhangschlössern. Dazu Verbotsschilder beim und rund um das Stadion mit der Aufschrift „Cupfinale 2019, die Tür bleibt zu. Kein Zutritt für fremde Mannschaften. Egal ob Bullen oder grüne Parasiten.“ (Bild oben). Und dazu: „Den Mythos Austria Wien bewahren.“ Den genau diese Chaoten nicht zum ersten Mal entscheidend beschädigen. Die wie ihre „Kollegen“ in Hütteldorf glauben, den Klub beherrschen zu können. Die im völligen Irrglauben leben, mit Zuschauereinnahmen könne man ein neues Stadion finanzieren. Denen darf man nicht nachgeben. Die Austria sollte aber besser künftig nicht mehr kommunizieren, ihre Fans im Griff zu haben.

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