Eishockey

Bader bleibt auf jeden Fall bis August 2021

Die Eishockeyszene blickt derzeit zum Fußball. Ob es der Bundesliga  gelingt,die Saison noch fortzusetzen und zu Ende zu bringen. Das hätte vielleicht Signalwirkung. Bis Ende Juni gibt´s in der Eishockeyliga einen Transferstopp, die Bratislava Capitals sind kommende Saison fix der zwölfte Liga in der Liga, wenn sie wie geplant ausgetragen werden kann. Der slowakische Zweitligist erfüllte inzwischen alle Bedingungen. In Linz zeichnet sich noch keine Lösung zwischen den für die Liga gemeldeten Black Wings und dem neuen Verein ab. Der Verband bot sich als Vermittler an, was wenig an den starren Fronten ändern wird.

Corona hat auch international  Eishockey voll im Griff. Daher wurden Mittwoch Abend die Qualifikationsturniere für Olympia 2022 in Peking von August 2020 um ein Jahr auf 2021  verlegt. Österreich kämpft erst in 15 Monaten in Bratislava gegen die Slowakei, Weißrussland und Polen um das Olympia-Ticket. Daher muss man annehmen, dass damit auch die Ära von Teamchef Roger Bader (Bild oben) so lange prolongiert wird. Was in der Chefetage der Liga vielleicht gar nicht so gerne gesehen wird, obwohl dies noch niemand öffentlich eingestand. Der Vertrag von Bader läuft bis zum Ende der Olympiaqualifikation. Wird die geschafft, verlängert er sich automatisch bis zu den Spielen in Peking. Möglicherweise hätte der Verband mit dem Schweizer, der bisher schon deshalb einen sehr guten Job machte, weil er sich für die jungen Österreicher einsetzte, die warnende Stimme gegen zu viele Ausländer erhebt, vor der Olympiaqualifikation verlängert. Die gelungene Rückkehr in die Top-Division wäre durchaus ein Anlass dafür gewesen. Aber Corona verhinderte heuer ja auch die Weltmeisterschaften. Die Verlegung um ein Jahr kommt der Entwicklung des Nationalteams sicher entgegen.

Wahrscheinlich ist Rossi nächsten Jahr schon Spieler eines NHL-Klubs, hat Benjamin Baumgartner eine Saison mehr Erfahrung. Österreich Spieler des Jahres 2019 hat nach seiner herausragenden Leistungen bei der U 20-WM in Minsk bei Österreichs Aufstieg in die Top Division sowie der überzeugenden Saison in Davos noch Chancen, als dritter Österreicher nach Rossi und Verteidiger Thimo Nickl in den NHL-Draft zu kommen: „Wir wären schon heuer gut aufgestellt gewesen“, glaubt Bader. Ob sich aber bis 2021 etwas an der Problematik mit den Torhütern ändern wird, die kaum Spielpraxis in der Liga bekommen?  Noch nicht verschoben ist der für Juni geplante Verbandstag in Klagenfurt mit der Neuwahl des Präsidenten. Aber das kann noch passieren. Gernot Mittendorfer, unter dem Bader Teamchef wurde, stellt sich zur Wiederwahl. In Kärnten erzählen seit einiger Zeit aber einige, dass sich Matthias Trattnig zwei Jahre nach dem Ende der aktiven Karriere damit beschäftigen soll, anzutreten. Im Eishockey kann dem 41 jährigen nach zwei Olympiateilnahmen, 14 WM-Turnieren, davon neun in der Topdivision und acht Meistertiteln in den 14 Jahren bei den Salzburger Bullen keiner etwas vormachen. In seiner Kolumne in der Kleinen Zeitung setzte sich Trattnig mehrmals kritisch mit der Eishockeyszene, in der auch seiner Meinung nach zu sehr die Ausländer forciert wurden, auseinander. Zu Trattnigs Freunden zählt der steirische Verbandschef Philipp Hofer, Vizepräsident unter Mittendorfer. Für Trattnig wäre eine Spitzenfunktion im Verband auch Stress: Denn er führt das elterliche Hotel „zur Linde“ in Maria Wörth.

 

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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