Fußball

Baumgartner kann der erste Österreicher werden, der drei EM-Tore erzielt

Der Jubel war nach dem wichtigsten Sieg in der Teamchefära von Ralf Rangnick am Freitag vor Österreichs Fansektor im Berliner Olympiastadion groß. Die Sieger ließen sich zu völlig zurecht feiern. Selbst Rangnicks Assistent Lars Kornetka, der als Co-Trainer von Huub Stevens bei Schalke, Pep Guardiola bei Bayern oder Roger Schmidt bei Leverkusen und PSV Eindhoven sowie als Geschäftsführer von Lok Moskau bestimmt schon sehr viel erlebt hat, empfand es als außergewöhnliches Ereignis. Schon wegen der Stimmung. Danach folgte ein gemütlicher Abend im Schloßhotel Grunewald: Die Familien durfte kommen. Eine perfekte Belohnung. Die soll es auch Dienstagabend geben. Wenn die Revanche an Holland für das 0:2 von Amsterdam vor drei Jahren im zweiten Gruppenspiel gelungen ist. Die Ausgangsposition diesmal ähnlich: Wie 2021 hat Österreich nach zwei Partien je einen Sieg und eine Niederlage. Damals 3:1 gegen Nordmazedonien und 0:2 gegen Holland, diesmal 0:1 gegen Frankreich und 3:1 gegen Polen. Mit einem Tormann, der in beiden Partien keinen Fehler beging. Damit hat Patrick Pentz eine Ausnahmestellung, auch wenn er sich „nur“ als Teil des Teams sieht.

Was hat sich im Vergleich zu Amsterdam verändert? Oranje wird vermutlich auch Dienstag in Berlin mehr Fans im Stadion haben. Es gibt andere Teamchefs (Ronald Koeman statt Frank de Boer, Rangnick statt Franco Foda) und auch andere Spieler. Von Hollands damaligen Siegern kamen Freitag beim 0:0gegen Frankreich in Leipzig sieben zum Einsatz. Von Beginn an die Abwehrspieler Denzel Dumfries und Stephen de Vrij von Inter Mailand und Nathan Ake von Manchester City sowie Stürmer Memphis Depay, als Joker Giorgino Wijnaldum und Wout Weghorst. Bei Österreichs Sieg gegen Polen standen von den damaligen Verlierern nur Marcel Sabitzer, Konrad Laimer und Christoph Baumgartner in der Startelf, Philipp Lienhart und Florian Grillitsch wurden damals eingewechselt.  Baumgartner kann Dienstag der erste Österreicher werden, der drei Treffer bei der EM erzielt: 2021  das Tor zum Aufstieg ins Achtelfinale, das 1:0 gegen die Ukraine, Freitag das 2:1 gegen Portugal Die Chance hat auch Marko Arnautovic: 2021 traf er zum 3:1 gegen Nordmazedonien, Freitag verwandelte er den Elfmeter zum 3:1.

Sonstige Neuigkeiten? Non Playing-Captain David Alaba trägt die Haare wieder offen, das Training am Sonntagvormittag ist total geheim. Das heißt: Selbst die ersten 15 Minuten, das Aufwärmen, dürfen die Medien anders als bisher nicht beobachten. Der Grund dafür ist nicht nachvollziehbar.

 

 

Foto: UEFA.

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