Donnerstag wäre der vor 20 Monaten verstorbene Franz Beckenbauer 80 Jahre alt geworden. Am Freitag wurde das von der italienischen Künstlerin Matilde Romagnoli innerhalb von 14 Monaten geschaffene, insgesamt 4,2 Meter hohe und 1,2 Tonnen schwere Denkmal für den deutschen Fußballkaiser an der Esplanade der Allianz-Arena von Bayern München enthüllt. Unweit davon, nur 100 Meter entfernt, steht die Statue des 2021 im Alter von 75 Jahren verstorbene Ausnahme-Torjägers Gerd Müller. Zur Zeremonie kamen neben Beckenbauers Witwe Heidi unter anderem auch Bayern-Patron Uli Hoeneß, der ehemalige Vorstandschef Karlheinz Rummenigge, die Bayern-Chefetage, viele Weggefährten und Spieler der Mannschaft, die mit Beckenbauer als Abwehrchef und Kapitän 1974 oder unter ihm als Teamchef 1990 Welmeister wurden: Sepp Maier (81), Paul Breitner (74), Bulle Roth (79), Raimond Aumann (61), Lothar Matthäus (64.) etc. Zuschauer, die Samstagabend zum Traditionsduell der Bundesliga zwischen Süd (Bayern) und Nord (Hamburger SV) kommen, werden an der 2,7 Meter hohen Statue von „Kaiser Franz“ vorbeigehen.
Am Abend gab es zum Auftakt der dritten Runde einen Trainereffekt bei Leverkusen: Zwei Tage nach dem Amtsantritt des neuen Trainers Kasper Hjulmand gab es am Ende in doppelter Unterzahl mit 3:1 (2:0) den ersten Saisonsieg, bei dem viel Dramaturgie, im Finish eine doppelte Unterzahl, dabei war. Unter dem dänischen Ex-Teamchef zeigte Eintracht ein völlig anderes Gesicht als beim Fehlstart unter dem Holländer Erik ten Hag mit nur einem Punkt in zwei Runden, nach dem er entlassen wurde. Ein Traumstart für Hjulmand, 3864 Tage nach seinem letzten Spiel als Bundesliga-Trainer von Mainz. Seit drei Jahren war er nach dem Rücktritt als dänischer Teamchef ohne Job.
Zur Pause führte Leverkusen beim Debüt von Ex-Real Madrid-Star Lucas Vazquez durch ein Freistoßtor und einen verwandelten Elfmeter 2:0, in der zweien Hälfte kam Frankfurt, nach zwei Siegen zum Start von einigen bereits als erster Bayern-Jäger eingeschätzt, auf 1:2 heran. Danach musste Leverkusens Kapitän Robert Andrich mit der Ampelkarte runter. Gegen zehn traf Frankfurt die Latte, aber ansonst kam wenig. Die Spannung stieg noch, als in der zweiten Minute der Nachspielzeit Leverkusens Joker Ezequiel Fernandez ebenfalls mit Gelb-Rot runter musste. Sechs Minuten sorgte der Brasilianer Alexander Grimaldo mit einem Freistoß-Doppelpack für das 3:1 und große Jubelszenen in Leverkusen.
Foto: Bayern München.