Fußball

Bei Rapid spricht alles für das Debüt von Oliver Stunz

Derby-Samstag in der Bundesliga. In Oberösterreich mit Ried gegen LASK, in der Steiermark mit Hartberg gegen Sturm Graz und in Kärnten mit Austria Klagenfurt gegen Wolfsberg. Dieses Duell wird in Wien bei Rapid und Austria wegen des Kampfs um Platz sechs und die Meisterrunde am meisten interessieren. Sowohl Grün-Weiß als auch Violett hätten wohl nichts dagegen, wenn die Kärntner Serie anhält. Denn in bisher fünf Kärntner Bundesligaderbys gab es erst einen Heimsieg. Von Wolfsberg, Derzeit liegt Klagenfurt nur zwei Punkte hinter der Wiener Austria, Wolfsberg aber sechs. Peter Pacult trainiert mit seiner Mannschaft drei Tage in Slowenien, weil in Klagenfurt kein Rasenplatz zur Verfügung stand. Womit er schon in der ganzen Vorbereitung leben musste. Mit ein rund für den Fehlstart mit den Niederlagen im Cupviertelfinale beim LASK und letzten Sonntag in Wien gegen die Austria. Der damals gesperrt gewesene Innenverteidiger Nicolas Wimmer ist Samstag wieder erste Wahl.

Bei Sturm heißt die Devise nicht jammer, sondern die Herausforderung gemeinsam angehen und meistern. Trainer Christian Ilzer redet nicht über die vier Ausfälle, ihn beschäftigt mehr Hartberg: „Nicht mehr zu vergleichen mit der Mannschaft aus dem Herbst!“ Wegen der Neuzugänge im Winter und wegen des zurückgekehrten Trainers mit Sturm-Vergangenheit, Markus Schopp. Der auf Legionär Okan Aydin keinen Wert mehr legte, der daher nach Ungarn zu Debrecen wechselte. Eine interessante Personalie ist Ivan Ljubic, der durch den Ausfall von Otar Kiteishvili zur Startelf gehören könnte: Er gewann bisher das Derby sowohl mit Hartberg gegen Sturm als auch mit Sturm gegen Hartberg. In Oberösterreich spricht mehr für den Dritten LASK als für das Schlusslicht Ried, obwohl die Innviertler im Herbst in Pasching einen Punkt holten:  Die Linzer haben 13 Punkte mehr als letzte Saison nach 17 Runden, von acht Auswärtsspielen nur eines verloren. Der LASK steht schon im Banne der Eröffnung des neuen Linzer Stadions in der nächsten Runde: Für die ersten zwei Heimspiele gegen Austria Lustenau und Red Bull Salzburg. die im „Paket“ verkauft werden, sind mehr als 10.000 Karten weg. Auf der 4500 Zuschauer fassenden Stehplatztribüne sind nur noch 349 Plätze frei. Dort wird es eine schwarz-weiße Wand geben.

In Hütteldorf erwartet man Sonntag gegen Altach beim ersten Heimspiel seit 6. November (1:0 gegen LASK) knapp 15.000 Fans. Für die letzten drei Spiele des Grunddurchgangs im Allianz-Stadion gegen Altach, Red Bull Salzburg und WSG Tirol gibt es die Ticketaktion zahl zwei – geh drei: Wer Karten für alle drei Spiele kauft, muss nur für zwei zahlen. Personell gibt es wenig Neues: Linksverteidiger Jonas Auer ist nach einer Grippe wieder dabei, Nicolas Kühn fehlt auf unbestimmte Zeit. Wahrscheinlich müssen ihm die Weisheitszähne gezogen werden. Wegen der Gelbsperre von Marco Grüll wird Sonntag erstmals der 22 jährige Oliver Strunz sein Bundesligadebüt in der Startelf feiern, mit Ante Bajic (Bild oben) die Flügelzange bilden: „Diese Wahrscheinlichkeit ist groß“, sagte auch Trainer Zoran Barisic. Denn auf den Außenpositionen hat er nicht die Qual der Wahl. Die Strunz-Bilanz in dieser Saison: 45 Minuten beim Cupaufstieg in Wolfsberg 0:1 gegen Sturm Graz. In der Bundesliga spielte er bisher bei fünf Einsätzen nur 54 Minuten. Sein großes Problem war in dieser Saison ein Mittelfußbruch: Er musste von Juli bis Oktober pausieren. Dass er Tore schießen kann, bewies Strunz bei Rapid II in der zweiten Liga: 14 Treffer in 36 Spielen.

Foto: SK Rapid/Red Ring Shots.

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