Fußball

Bern, Dortmund, Leipzig, Athen, Kukesi: Überall bringen österreichische Trainer Erfolg!

David Alaba steht mit Bayern München praktisch zu sechsten Mal hintereinander als deutscher Meister fest, blieb mit dem 5:0 (1:0)-Kantersieg im Achtelfinal-Heimspiel der Champions League gegen Besiktas Istanbul, bei dem er bei der Führung seinen rechten Fuß im Spiel hatte, auf Triplekurs. Österreichs Teamkapitän Julian Baumgartlinger kann mit der Saison bei Leverkusen zufrieden sein, auch wenn er gerne mehr Einsätze hätte: Vierter und damit auf einem Champions League-Platz in der Bundesliga, dazu im  Pokalsemifinale. Eine starke Bilanz, auf die derzeit auch alle fünf Trainerlegionäre aus Österreich blicken können. Von der Schweiz über Deutschland,  Griechenland bis nach Albanien, rot-weiß-rot auf der Trainerbank bringt Erfolge. Nur in Österreich gilt der Prophet aus dem eigenen Land nicht viel.

Adi Hütter ist mit den Young Boys Bern  bei acht Punkten Vorsprung auf den FC Basel unterwegs  zum ersten Meistertitel seit 1986 oder 32 Jahren. Dann würde der Vorarlberger in der Uhrenstadt Helden-und Kultstatus genießen. Peter Stöger schaffte seit  10.Dezember bei Borussia Dortmund den Turnaround: In acht Runden der Bundesliga unbesiegt, Startrekord für einen Dortmunder Trainer. Jeden Tag kann man in den deutschen Medien lesen, was dafür spricht, dass der 51jährige Wiener auch in der nächsten Saison Borussia-Trainer ist. Derzeit gratulieren sich Boss Hans Joachim Watzke und Sportchef Michael Zorc dazu, Stöger als Nothelfer geholt zu haben. Der an den richtigen Stellschrauben drehte, wie sie es ausdrücken. Indem er etwa den vor seiner Zeit kaum zum Zug gekommenen Weltmeister Andre Schürrle wieder zum sportlichen Leben erweckte. Stöger wusste, dass Schürrle liefern muss, wenn er mit dem deutschen Team ab Juni in Russland den Titel verteidigen will. Das gilt auch für Marco Reus nach seiner Verletzungspause über sieben Monate und Mario Götze. Sonntag beim 1:0 in Mönchengladbach spielte das Trio erstmals wieder von Beginn an zusammen. Stöger bremst die Erwartungen: „Sie haben im Herbst wenig bis gar nicht verspielt. Abwarten, wie sie mit den englischen Wochen fertig werden. Es gibt Ausfälle, ich kann derzeit nicht groß rotieren.“ Außer Diskussion steht, dass Stöger mit seiner authentischen Art bei den Fans sehr gut ankommt. Auch weil er viel Humor hat.

Ralph Hasenhüttl fiel mit RB Leipzig durch das 1:2  bei Eintracht Frankfurt zwar auf Rang fünf zurück, aber das ist nur eine Momentaufnahme in seiner Erfolgsbilanz der letzten Jahre. Egal, ob in Ingolstadt oder Leipzig. Mit dem Vizemeister liegt er nur zwei Punkte hinter dem Zweiten Dortmund, einen hinter Frankfurt, dem aktuellen Höhenflieger unter dem ehemaligen Salzburg-Legionär und kroatischen Teamchef Niko „Capitano“ Kovac. Da ist bis auf den Meistertitel noch alles drinnen. Und Donnerstag winkt in Leipzigs erster Europacupsasion nach dem 3:1 bei Italiens Tabellenführer Napoli der Aufstieg ins Achtelfinale der Europa League.

Kommen noch zwei Trainer mit Rapid-Vergangenheit. 13 Monate nach der  Beurlaubung in Hütteldorf prolongiert Damir Canadi (Bild oben) in Griechenland mit Atromitos Athen gemeinsam mit Assistent Eric Orie den unerwarteten Höhenflug. Wer den Einbruch des Sensation Teams  erwartete,  lag komplett falsch. Letzten Samstag 1:0-Auswärtssieg bei Asteras Tripolis, damit weiter im Kampf mit Serienmeister Olympiakos und Ex-Salzburg-Meistermacher Oscar Garcia um Platz drei. Da hat Atromitos nur einen Punkt Rückstand, aber ein Polster von fünf Punkten auf den Fünften und Stadtrivalen Panionios. Canadis Berater Mario Weger bekommt regelmäßig, in immer kürzer werdenden Abständen  Anrufe aus Athen, wann man den die Vertragsverlängerung schriftlich fixieren könnte.

Peter Pacult, vor zehn Jahren Rapids Meistertrainer, ist bei seinem Albanien-Abenteuer Kukesi  auch auf Erfolgskurs, obwohl acht Spieler aus der Meistertruppe der vergangenen Saison nicht mehr dabei sind. Im Cupviertelfinale gelang es Titelverteidiger KF Tirani zu eliminieren, Montag in der Kategoria Superiore, wie die Meisterschaft heißt, erstmals seit sechs Jahren bei Partizani Tirana zu gewinnen. Das 3:1 in der Hauptstadt sicherte Platz drei, nur noch zwei Punkte von Rang zwei entfernt.  Als Pacult einmal mit Rapids Präsident Michael Krammer vor seinem Wechsel auf den Balkan über Grün-Weiß plauderte, sagte ihm Krammer, nichts von aufgewärmten Geschichten zu halten. Pacults Bilanz bei Kukesi in diesem Jahr liest sich bisher als die sieglose bei seinem grün-weißen Ex-Klub: In vier Runden zwei Siege, je ein Unentschieden und eine Niederlage, im Cup bereits unter den letzten Vier.

Foto: Instagram.

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