Fußball

Das 2:2 fühlt sich wie eine unnötige Rapid-Niederlage an

Im fünften Pflichtspiel unter Trainer Peter Stöger feierte Rapid erstmals keinen Sieg. Das 2:2 (2:1) gegen Dundee United nach zweimaliger Führung fühlt sich in Wahrheit wie eine Niederlage ein. Die gesamte österreichische Bilanz in der vier Hinspielen der Qualifikation liest sich überhaupt nicht gut: Kein einziger Sieg, jeweils zwei Unentschieden und Niederlagen. Das spricht nicht gerade für die Qualität der Liga. Ist sie doch nicht so gut, wie es nach dem spannenden Titelfinish der letzten Saison behauptet wurde? Bisher sind nur Meister Sturm Graz und der FC Salzburg sicher in einer Ligaphase dabei. Bei Austria, Wolfsberg und Rapid besteht Hoffnung.

Stöger bot vor 18.900 Zuschauern im Weststadion die gleiche Startelf wie beim 1:0 gegen Blau Weiß Linz auf. Anfangs lief es auch so wie letzten Sonntag und zuvor gegen den FK Decic aus dem Montenegro: Der Norweger Petter Nosa Dahl erzielte zum dritten Mal hintereinander daheim das 1:0. Der Pass kam von Bendegüz Bolla. Mit dem ersten gefährlichen Angriff glichen die Schotten nach 33 Minuten aus. Weil sich Mamadou Sangare vom Australier Zac Sapsford zu leicht versetzen ließ und bei dessen Pass in den Strafraum Mittelstürmer Max Watters völlig frei stand. Aber noch vor der Pause schlug Rapid zurück: Kapitän Matthias Seidl (Bild) traf in seinem 100. Pflichtspiel für Grün-Weiß. Die Vorarbeit kam erneut von Bolla.

In der zweiten Hälfte schien das dritte Rapid-Tor gegen die spielerisch limitierten Schotten nur eine Frage der Zeit zu sein. Die Chancen wäre vorhanden gewesen. Aber sie wurden nicht genützt. So konnte der ukrainische Torhüter Yevheni Kucherenko zum besten Spieler von Dundee avancieren. Aus heiterem Himmel fiel mit dem zweiten Schuss, der nach der Pause auf das Tor von Niklas Hedl ging, der zweite Ausgleich. Weil Nenad Cvetkovic Sapsford nur begleitete, statt ihn zu attackieren, traf die Nummer 9 von Dundee ins lange Eck. Danach gab es noch Chancen auf das Siegestor Rapids. Eigentlich wäre es „Euro-Louis“ Schaub, der nach einer Stunde den farblosen Andrija Radulovic ersetzte, in der Nachspielzeit per Kopf gelungen. Doch es zählte nicht, weil ein anderer Joker, Ercan Kara, abseits stand. „Mit dem Resultat kann ich schlecht leben“, gestand Stöger. Das fühlte sich wie eine unnötige Niederlage an. Wenn Rapid ins Play-off kommen soll, muss im Tanadice-Park am Donnerstag die Effizienz größer sein und die Defensivarbeit konsequenter. Das erste Duell der möglichen Rapid-Gegner gewann AIK Stockholm gegen Raba Eto Györ 2:1.

 

 

Foto: APA/Georg Hochmuth.

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