Eishockey

Das Eishockeychaos wird vor Gericht enden

In keinem seriösen oder „vernünftigen“ Eishockeyland wird der Verband von Damen und Amateuren geführt. In Österreich droht dies seit 27.Juni, seit der Wahl des Kärntners Klaus Hartmann und seines Teams, zu passieren. Jedenfalls meldeten sich Hartmann und seine drei Vizepräsidenten Yasmin Stepina, Nicolas Stockhammer und Günther Ropatsch dieser Tage in einer offiziellen Verbandsaussendung zu Wort, um zu versichern, das neue Präsidium sei durch die konstituierende Sitzung vom 7.Juli selbstverständlich voll handlungsfähig. Und damit auch das von ihm eingesetzte Schiedsgericht mit Peter Klumpp, Hannes Arneitz und Alexander Tomanek. Und das sei selbstverständlich auch für die Anfechtung der Wahl Hartmanns, die noch vor der Abstimmung in Villach deponiert wurde, zuständig. Und dann folgte der Satz, ein Übergehen der Verbandsinstanz habe die Unzulässigkeit des Rechtswegs vor den ordentlichen Gerichten zur Folge. Diese eigenwillige Rechtsansicht, wonach das neue Schiedsgericht über die Leute, die sie in das Gremium holten, entscheiden wird, wobei der Interessenkonflikt nicht größer sein kann, soll für Hartmanns Team der Veldener Anwalt Marwin Gschöpf entwickelt haben. Womit sich klar zeigte, was viele schon am Tag der Wahl Hartmanns behaupteten: Ihm und seinen Mitstreitern geht es nicht, wie von ihnen versichert, um das Interesse des österreichischen Eishockeys, sondern um ihren eigenen Und für die sind sie bereit, es darauf ankommen zu lassen, dass dieses  Chaos bis vor ein ordentliches Gericht gehen wird.

Außerdem berichtete das neue Präsidium von einem Schulterschluss mit den Präsidenten der Landesverbände von Steiermark und Tirol, Philipp Hofer und Rainer Partl. Was beide in Abrede stellen. Also muss da irgendwer nicht die Wahrheit sprechen. Getagt hat inzwischen das „alte“ Schiedsgericht unter seinem Vorsitzenden, dem Wiener Anwalt Klaus Ainedter. Der stellte fest, dass laut Statuten des Verband die Tätigkeit eines Schiedsgericht nicht wie die des Präsidiums auf vier Jahre befristet ist. Und daher habe man für 14.August alle an dem Streitfall beteiligten Partien zur Verhandlung geladen, um dort ihre Rechtsansicht vorzutragen. Das sind diejenigen Klubs, die gemeinsam mit Oberösterreichs Verband die Wahl anfechten, als auch das neue Präsidium.

Für Ainedter ist die Sachlage klar: Auf dem Wahlvorschlag von Kärnten für Hartmann fehlt überhaupt eine Unterschrift, auch die von Kärntens Verbandspräsident, des Ex-Teamspielers Herbert Hohenberger. Und auf der von Niederösterreich eingereichten unterschrieb wohl Präsident Peter Andrecs, aber nicht wie gefordert auch der Schriftführer. Diese zwei Unterschriften sind  erforderlich, damit ein Wahlvorschlag zur Abstimmung zugelassen werden darf. Somit ist eigentlich auch das alte Präsidium an dem Chaos, das wohl bis vor ein ordentliches Gericht gehen wird, schuld. Es hätte Niederösterreichs Wahlvorschlag gar nicht zulassen dürfen. Warum dies trotzdem geschah, bleibt das Geheimnis von Ex-Präsident Gernot Mittendorfer. Sollte das neue Präsidium am 14.August nicht zur Verhandlung kommen, wird es trotzdem ein Urteil geben. Das normal eigentlich nur so lauten kann: Die Wahl Hartmanns aufheben und im September eine neue abhalten. Mit gültigen Wahlvorschlägen.

Einigkeit gibt es hingegen derzeit in der ICE-Liga, den Transferstopp auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Der 25.September gilt zwar weiter als Datum für den Saisonstart. Allerdings weiß noch niemand, wie viele Zuschauer dann in die Hallen dürfen. Daher fehlt die wirtschaftliche Planbarkeit, wie viele neue Spieler sich die Klubs leisten können.

 

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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