Fußball

Alaba lässt Bayerns Flugchaos nicht als Ausrede zu

Vor sechs Jahren gewann David Alaba mit Bayern München zum bisher einzigen Mal die Klub-WM. Mit Jupp Heynckes als Trainer in Marokko. Alaba war beim 3:0 im Semifinale gegen Guangzhou Evergrande aus China in Agadir ebenso linker Verteidiger wie beim 2:0 im Endspiel von Marrakesch gegen Raja Casablanca. Montag ist er Abwehrchef, wenn Bayern in Doha, der Hauptstadt des WM-Lands Katar,  zum zweiten Mal nach dem Pokal (Bild oben) greift. Zunächst muss im Semifinale der Sieger der afrikanischen Champions League, Ägyptens Rekordmister Al  Ahly, ausgeschaltet werden. Der mit seinem südafrikanischen Trainer Pitso Mosimane seit 32 Pflichtspielen ungeschlagen ist. Dennoch sagt Alaba: „Wir sind der Favorit!“ Auf ORF Sport + wird ab 19 Uhr live zu sehen sein, ob Alaba Donnerstag im Endspiel auf UANL Tigres Monterrey aus Mexiko (1:0 im Semifinale gegen Palmeiras Sao Paulo) treffen wird.

Vom Flugchaos, das Bayern Freitag und Samstag mitmachen musste, redet keiner mehr. Der gecharterte Jet der Qatar Airways bekamen Freitag nach dem 1:0 bei Hertha BSC am Berliner Flughafen, der im Bundesland Brandenburg liegt, an dem von Mitternacht bis fünf Uhr früh Flugverbot herrschte, keine Starterlaubnis. Angeblich, weil die erst um drei Minuten nach Mitternacht bei der Flugsicherung beantragt wurde, da zuvor die Maschine enteist werden musste. So gab´s den Abflug erst mit siebenstündiger Verspätung, die Zeit verbrachten Mannschaft und Betreuer im Flugzeug. Der Samstag ging als Vorbereitungstag verloren. Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß klagte in München über einen „Skandal ohne Ende“, Vorstandschef Karl Heinz Rummenigge sprach von einer lächerlichen Nummer: „Man muss doch berücksichtigen, dass wir auch Deutschland vertreten!“

Fast neun Stunden später als geplant landeten die Bayern in Doha. Danach wurden alle getestet, das Hotelzimmer durfte erst verlassen werden, bis die negativen Testergebnisse vorlagen. Sonntag Vormittag gab s ein Lockerungstraining im Garten des Hotels Al Messila unter Palmen bei angenehmen 25 Grad, am Abend im Stadion das Abschlusstraining. Die taktische Vorbereitung auf Al Ahly erfolgt in verkürzter Form erst Montag Vormittag, was reichen müsste, wie Trainer Hansi Flick befand. „Jede Mannschaft, die hier dabei ist, muss gut sein“, glaubt Alaba, „es ist nie leicht, wenn man seinen Gegner nicht wirklich kennt!“ Aber eines stellte Alaba klar: „Keiner von uns wird die Anreise als Ausrede zulassen, wenn wir unsere eigenen Ansprüche nicht erfüllen können, erstmals sechs Titel in einem Jahr zu holen!“ Dazu ist der Bayern-Stolz viel zu groß: „Wir können Geschichte schreiben. Wer macht das nicht gerne?“, fragte Alaba.

 

Foto: FIFA.

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