Fußball

Das erste Finalspiel um Hasenhüttls Rest-Hoffnung! Stöger hat Chance auf Platz zwei

Hoffenheim setzte auch ohne den gesperrten Florian Grillitsch seine Siegesserie fort, sorgte mi dem 3:1-Heimsieg über Hannover 96 Freitag Abend für Druck auf Bayer Leverkusen und RB Leipzig im Kampf um den vierten Platz für die Champions League:. Leverkusen war dem nicht gewachsen, verlor mit Österreichs Teamkapitän Julian Baumgartlinger in der Dreierabwehr daheim gegen VfB Stuttgart mit Leverkusens Ex-Trainer Tayfun Korkut 0:1, ist nur noch Fünfter. „FussballBild“rief Samstag das Auswärtsspiel gegen Mainz am Sonntag für Ralph Hasenhüttl und RB Leipzig bei fünf Punkten Rückstand auf Hoffenheim zum ersten Finale um die Rest-Hoffnungen aus, in der zweiten Bundesligasaison zum zweiten Mal die Qualifikation für die Königsklasse zu schaffen. Auch um die Zukunft des Trainers soll es gehen. Eigentlich unglaublich bei dem, was der 50jährige Grazer bisher in Leipzig alles geleistet hat. Aber nach vier sieglosen Partien mit 6:15-Toren ist offenbar alles vergessen. Boss Oliver Mintzlaff und Sportchef Ralf Rangnick werfen Hasenhüttl vor, dass zuletzt zu wenig vom unverkennbaren RB-Stil mit Pressing und Überfall-Fußball zu merken war.

Mainz steht noch mitten im Kampf gegen den Fall auf den Relegationsplatz, den Freiburg Samstag verließ durch ein 3:2 gegen den 1.FC Köln in der 93.Minute verließ, dadurch die Kölner endgültig zum Abstieg verurteilte. Und auch  Wolfsburg überholt. Denn dort gewann der Vorletzte, der Hamburger SV 3:1, kam bis auf zwei Punkte an Mainz heran. Diese Konstellation macht die Aufgabe für RB Leipzig nicht leichter. Ebenso wenig die Verletzungen von Marcel Sabitzer und Konrad Laimer sowie die Sperre des Schweden Emil Forsberg, für den die Saison vorbei ist. Die letzten zwei Gegner für RB Leipzig sind Wolfsburg und Hertha BSC Berlin: „Man kann Druck einfach weglächeln“, glaubte Hasenhüttl, gab aber die „gewisse Anspannung“ schon zu. Es sei abgesprochen, sich am Ende der Saison, zusammenzusetzen, alles zu analysieren und bewerten. Er werde dann jede Entscheidung mittragen, ganz egal ob sein bis 2019 laufenden Vertrag verlängert wird oder nicht. Manche schließen es gar nicht aus, dass Mintzlaff und Rangnick ihn ein Jahr vor Vertragsende beurlauben. Leicht säuerlich reagierte Hasenhüttl, als ihn Medien vergangene Woche mit der Nachfolge von Niko Kovac bei Eintracht Frankfurt in Zusammenhang brachten, von einem Geheimtreffen zwischen Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic und ihm berichteten, das es nicht gab Nichts dahinter wie bei vielen Meldungen um ihn, die in den letzten Wochen zirkulierten. Von wegen Kandidat bei Bayern und Borussia Dortmund.

Dort hatte Peter Stöger nach dem 4:0 über Leverkusen eine vergleichbar ruhige Woche. Alles scheint auf Schiene, Borussia hat es in eigener Hand, das letzte mögliche Saisonziel zu schaffen, den Sprung in die Champions League. Dritter bleibt Dortmund selbst bei einer Niederlage am Sonntag in Bremen, ein Sieg würde Platz zwei hinter Bayern (4:1 über Eintracht Frankfurt) bringen, da der Kohlenpottrivale Schalke mit Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf daheim gegen Gladbach nur ein 1:1 schaffte, dabei  nach einer roten Karte für den Algerier Nabil Bentaleb 70 Minuten mit zehn Mann spielen musste. Werder lässt Zlatko Junuzovic in seinem vorletzten Heimspiel an der Weser beginnen. Als einzigen Österreicher, Florian Kainz und Marco Friedl sitzen auf der Bank. Stöger verändert seine Siegerelf aus er letzten Runde nicht, setzt auch darauf, dass sein neuer Kapitän Marco Reus sowie Mario Götze etwas zeigen müssen, um  in den Kader von Jogi Löw für die deutsche Titelverteidigung bei der WM in Moskau zu kommen. Stöger dürfte sich ab Juni eine längere Auszeit nehmen.

Michael Gregoritsch erzielte beim 2:2 von Augsburg in Berlin gegen Hertha BSC it ssinem 13.Saisontor die Führung, schied nach der Pause mit einer Oberschenkelverletzung aus. Der erste Aufsteiger in die Bundesliga steht fest: Fortuna Düsseldorf, mit Ex-Kapfenberg-Legionär Raphael Wolf im Tor, kehrte durch das 2:1 bei Dynamo Dresden nach fünf Jahren zurück. Für den 64jährigen Traineroldie Friedhelm Funkel ist es bereits der sechste Aufstieg. Österreichische Absteiger gibt es in der zweiten Liga: Auch bei Philipp Mwene und Stipe Vucur flossen Freitag nach Kaiserslauterns 2:3 bei Arminia Bielefeld in letzter Minute die Tränen. Der Traditionsklub vom Betzenberg, den von Juli 2012 bis September 2013  Österreichs Teamchef Franco Foda  trainierte hatte, muss erstmals in die dritte Liga. Eigentlich unvorstellbar.

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