Fußball

Das zweite Mal wird für Salzburg ganz anders! Corona-Schock bei Bayern um Alabas Freund Gnabry

Im Europacup überwintern! Das war das Ziel von Österreichs Meister Red Bull Salzburg im Herbst 2019 vor dem Debüt in der Champions League. Also Platz drei und weiter spielen in der Europa League. So heißt es auch ein Jahr später beim zweiten Mal. Doch das wird ganz anders, ist nicht zu vergleichen mit dem Salzburger Einstand in der Königsklasse. Obwohl Salzburg erneut auf den Titelverteidiger trifft. Damals den FC Liverpool, diesmal Bayern München., Es beginnt schon mit der Kulisse: 2019 dreimal 29.520 Zuschauer, die Salzburg beim 6:2 gegen Genk, 2:3 gegen Napoli und 0:2 gegen Liverpool nach vorne pushten. 2020 am Mittwoch 3000 Zuschauer gegen Lok Moskau, dann nur noch 1500 am 25. November gegen Bayern und am 9. Dezember gegen Atletico Madrid. Und keine zweiwöchige Pause zwischen den Spielen, jeweils drei  in zwei Wochen. Zwischen Mittwoch und 3. November, zwischen 25. November und 9.Dezember. Prophylaktisch wäre es erlaubt, Vorrundenspiele bis 28. Jänner 2021 auszutragen.

Denn wegen der Corona-Pandemie erließ die UEFA  spezifische Bestimmungen für die 32 Teilnehmer, die es in einer normalen Saison nicht gäbe. So etwa, das eigene Stadion gegebenenfalls als neutralen Austragungsort für andere Spiele verfügbar zu machen. Die Klubs haben zudem die Chance, zunächst nicht nominierte Spieler nachträglich zu melden. Die Maskenpflicht für die Zuschauer auf ihren Plätzen galt bei der UEFA schon bevor sie Montag auch Österreichs Regierung verhängte. Allerdings ging die UEFA davon aus, dass 30 Prozent der Stadionkapazität genützt werden können. Das würde in Salzburg gegen Lok Moskau bedeuten knapp 10.000 Besucher statt 3000.

Eine Illusion wäre es, gegen Russlands Vizemeister ein ähnliches Spektakel wie am 17. September 2019 gegen Genk zu erwarten. Damals stand es nach zwei Minuten 1:0, nach 36 3:0, in der letzten Minute vor der Pause gelangen noch zwei Treffer zum 5:1. Endstand 6:2, Euphorie pur. Das kann nicht wieder passieren. Erstens, weil Lok Moskau eine erfahrene und robuste Mannschaft hat. Zudem weil Erling Haaland, der gegen Genk in 43 Minuten drei Tore erzielte, nicht mehr bei Salzburg ist. Ähnliches von Patson Daka zu erwarten, geht an der Realität vorbei. Vor einem Jahr erzielten die Bullen in den sechs Spielen drei Tore mehr als Gruppensieger FC Liverpool, fünf mehr als der Zweite Napoli. Das kann bei Gegnern wie Titelverteidiger Bayern München und Atletico Madrid nicht nochmals gelingen. Trainer Jesse Marsch hat schon recht, wenn er die Gruppe als schwieriger bezeichnet als die vor einem Jahr.

Trotzdem blieben die Salzburger positiv,  kündigten an, ihrem Stil treu bleiben, die eigenen Stärken durchbringen zu wollen. Lok Moskau ist der Gegner, den Salzburg hinter sich lassen muss: „Die liegen ist unserer Kragenweite“, gab sich Sportchef Christoph Freund überzeugt. Marsch weiß, dass Konzentration und Geduld  nötig sein werden, um zu gewinnen. „Sky Austria“ zeigt alles exklusiv und live. Mit Expertisen von Ex-Salzburg-Torjäger Marc Janko und Alfred Tatar, dem ehemaligen Co-Trainer bei Lok Moskau. Jeder Punkt, den Salzburg nach Lok Moskau in den nächsten drei Spielen  gegen Atletico Madrid und Bayern holt, wäre eine große Überraschung, ein Riesenerfolg.

Die anderen Österreicher in der Champions League? 110 Kilometer von Salzburg entfernt eröffnet David Alaba mit Bayern München 59 Tage nach dem Finaltriumph von Lissabon in der Allianz-Arena die Titelverteidigung gegen Atletico Madrid. Dienstag gab es aber den großen Corona-Schock bei Bayern. Wegen eines positiven Covid 19-Tests  bei Alabas Freund Serge Gnabry. Vormittags hatte er noch mit r Mannschaft trainiert, am Nachmittag musste er in häusliche Quarantäne.

In Mailand geht es für Stefan Lainer und Mönchengladbach los. Mit Salzburg war es der Kampfmaschine nicht vergönnt, in der Königsklasse zu spielen, jetzt holt er es mit Mönchengladbach nach. Das gleiche gilt für seinen Trainer Marco Rose und Hannes Wolf, der gegen Inter auf der Bank beginnen wird. Die Devise von Rose: „Wir spielen, um aufzusteigen!“ Ein mutiger Sager bei Gegnern wie Real Madrid, Inter und Ukraine-Meister Schachtjor Donezk. Viel hätte Valentino Lazaro dafür gegeben, im Meazza-Stadion gegen den Klub, bei dem er im Herbst 2019 nur ein kurzes Gastspiel gab, seine Qualitäten zeigen zu können. Doch Lazaro ist noch rekonvaleszent, vielleicht bis zum zweiten Duell gegen Inter am 1. Dezember wieder  fit.

Foto: Red Bull Salzburg/Glanzl.

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