In drei Wochen wartet auf Vizemeister Sturm Graz in der Qualifikation zur Champions League die schottische Hürde Hearts of Midlothian. Das zweite Vorbereitungsspiel von Sturm machte nicht gerade Hoffnung: In Irdning gab es gegen den ukrainischen Vizemeister Cherkasy trotz schneller Führung durch Belmin Beganovic eine 2:6 (1:4)-Abfuhr. Zwischen der 20. und 39. Minute kassierte die neuformierte Abwehr mit Jürgen Heil als Rechtsverteidiger und Petar Petrovic im Zentrum vier Tore. Otar Kiteishvili war nicht dabei, im Tor spielte Ammar Helac. Nach der Pause musste das Match wegen eines Unwetters unterbrochen werden: „Wir haben noch genügend Zeit, alles sauber aufzuarbeiten“, glaubte Trainer Fabio Ingolitsch. Das zweite Tor erzielte Sturm erst vier Minuten vor Schluss.
Nächste Saison wird erstmals ein Teamspieler der Färöer-Inseln in Österreichs Bundesliga zu sehen sein: Sportvorstand Wolfgang Fiala machte mit dem 1,97 Meter großen Innenverteidiger Samuel Chukwudi alles klar, der einen Dreijahresvertrag unterschrieb (Bild). Er bestritt 49 Spiele für den finnischen Erstligisten SKJ Seinajoki, versuchte vor vier Jahren über den Nachwuchs von Union St. Gilloise in die belgische Liga zu kommen, was nicht gelang: „Er wird durch seine physische Präsenz unsere Abwehr langfristig bereichern“, prophezeite Fiala. Was er nicht sagte: Er hofft, dass sich Chukwudi so gut entwickelt, dass er mit einem klaren Gewinn verkauft werden kann. Jetzt kostete er eine mittlere, sechsstellige Ablöse.
WSG Tirol setzt wieder auf ein englisches Talent. Vor einem Jahr kam Ademola Ola-Adegbomi aus dem Nachwuchs von Crystal Palace nach Wattens. Die Bilanz der ersten Saison (vier Tore und drei Assists in 26 Spielen) war nicht wirklich berauschend. Der Steckbrief des 22 jährigen Michael Olakigbe liest sich besser: Spiele in Englands U 18 und U 20, acht Kurzeinsätze in der Premier League bei Brentford über insgesamt 51 Minuten. Seit Jänner 2024 wurde er allerdings verliehen, zuletzt an Swindon in League Two, in die vierte Liga. „Er bringt uns auf den Außenpositionen weiter, Mit Tempo und der Qualität im Eins-gegen-eins, einen Gegner zu überspielen“, glaubte Sportchef Stefan Köck. Olakigbe kam auf Leihbasis.
Auch Aufsteiger Austria Lustenau lieh einen Stürmer: Den 19 jährigen Nigerianer Precious Benjamin vom „Österreicher-Klub“ Hoffenheim. Benjamin war bereits letzte Saison in Vorarlberg, hatte sieben Einsätze bei Altach.
Foto: SV Ried/Schröckelsberger.