Seit gestern hat Meister LASK 17 Legionäre aus 14 Ländern. Zu den 16 aus den USA (George Bello, Samuel Adeniran), Mali (Kebe, Mohamed Sanogo), Nigeria (Moses Usor, Emmanuel Michael), Dänemark (Kasper Jörgensen), Panama (WM-Teilnehmer Andres Andrade). Surinam (der gebürtige Holländer Wynston Bogarde), Tschechien (Krzystof Danek), Frankreich (Neuzugang Ramiz Harakate), Brasilien (Joao Tornich), Holland (Xavier Mbuyamba), Kamerun (Yvan Kibongo), Kosovo (Art Smokaj, ein gebürtiger Kroate), Montenegro (Filip Petrovic) kam der erste Engländer dazu: Der 22 jährige Miguel Freckleton, der in Bristol geboren wurde, auch die Staatsbürgerschaft von Jamaika hat, wechselte vom schottischen League Cup-Sieger St. Mirren nach Linz, unterschrieb bei den Geschäftsführern Dino Buric und Mergim Bresilla einen Dreijahresvertrag (Bild).
Von den 17 LASK-Legionären sind nicht weniger als neun Abwehrspieler (fünf Innenverteidiger, vier Außendecker), je vier Mittelfeldspieler und Stürmer. Freckleton absolvierte letzte Saison 47 Pflichtspiele über 90 Minuten. Auch im gewonnenen Endspiel des League-Cups gegen Meister Celtic Glasgow. Schon durch seine Größe (1,93 Meter) soll er mit physischer Präsenz, Schnelligkeit und Kopfballstärke eine neue Macht in der ohnehin kompakten Abwehr werden. Ob das schon in der Qualifikation für die Champions League der Fall sein wird? Er erhielt die Rückennummer 3, sein Marktwert steht vorerst nur auf 200.000 Euro. Erfüllt Freckleton die Erwartungen, wird er bald steigen.
Der LASK vergrößerte seinen Kader, Rapid verkleinerte ihn. Linksverteidiger Benjamin Böckle, der letzte Saison an WSG Tirol verliehen war, die Vorbereitung im Juni wieder bei Grün-Weiß begann, spielt künftig wieder im Westen Österreichs, diesmal im Ländle bei Altach, wo er einen Dreijahresvertrag bekam. Der 24 jährige Vorarlberger bestritt in der vorletzten Saison 13 Spiele für Rapid in der Bundesliga, sieben für die zweite Mannschaft in der zweiten Liga. Sein Vertrag bei Rapid wäre nur noch ein Jahr gelaufen, mit dem Transfer erfüllte Rapid einen persönlichen Wunsch von Böckle, der seine Karriere bei Lauterach begonnen hatte. So wie einst der viel zu früh verstorbene Bruno Pezzey. Bevor ihn Rapid verpflichtete, war Böckle Legionär in Deutschland bei Preußen Münster und Fortuna Düsseldorf. 2024 zahlte Rapid für ihn 200.000 Euro Ablöse.