Fußball

Der „beste“ Zeitpunkt für Rapids Startsieg gegen den Meister und Titelfavorit

Die Entscheidung über den Meistertitel soll erst in der letzten Runde fallen! Das ist der sehnlichste Wunsch von Ligavorstand Christian Ebenbauer für die Saison 2019/20. Der wird sich vermutlich nicht erfüllen. Aber ein Signal, dass es nach dem großen Umbruch bei Favorit Red Bull Salzburg kein Solo für den Titelverteidiger wie in den letzten Jahren geben wird, könnte schon Freitag Abend die Eröffnung liefern: Wenn Rapid den „österreichischen El Clasico“, wie manche die grün-weißen Spiele gegen Salzburg bezeichnen, gewinnt. 37 Prozent der Tipp 3- Kunden trauen dies Rapid zu, fünf Prozent weniger erwarten drei Punkte für Salzburg im Hütteldorfer Allianz-Stadion. Kein anderer Trainer in der Bundesliga gewann in den  letzten acht Jahren gegen Salzburg so oft wie Didi Kühbauer: Insgesamt fünf Mal mit Admira, Wolfsberg und Rapid.

Die grün-weiße Bilanz von Kühbauer gegen den Doublegewinner steht nach Siegen 1:1 und nach Toren 2:2. Am 24. Februar gewann Rapid daheim nach der roten Karte für Salzburgs Abwehrchef Andre Ramalho, der Freitag sein 100.Bundesligaspiel bestreiten wird, 2:0 (0:0) Von der damaligen Siegerelf fehlen der an Celtic Glasgow verkaufte Boli Bolingoli, der nach Norwegen zurückgekehrte Torschütze Veton Berisha sowie der nach Zypern verliehene Andrija Pavlovic. Am 1. Mai revanchierte sich Red Bull Salzburg im Klagenfurter Finale des Uniqa-Cups mit einem 2:0 (2:0). Von den damaligen Siegern werden Freitag der verletzte Tormann Alexander Walke, der erst Mittwoch aus dem Urlaub nach dem Afrika-Cup zurückgekehrte Diadie Samassekou sowie die verkauften Stefan Lainer, Xaver Schlager, Hannes Wolf, Munas Dabbur und Fredrik Gulbrandsen fehlen. Und dazu Trainer  Marco Rose. Statt ihm setzt mit Jesse Marsch (Bild oben) erstmals in der Bundesliga ein Amerikaner auf der Trainerbank.

Sieben andere Spieler, die sicher Klasse haben wie Kapitän Andreas Ulmer oder die ungarische Hoffnung Dominik Szoboszlai und der Japaner Takumi Minamino, die im Endspiel als Joker gekommen waren. Oder großes Potenzial wie Antoine Bernede sowie der neue Angriff mit Erling Haaland und dem bereits in der Champions League erprobten Patson Daka. Aber die neu formierte Truppe kann noch nicht so eingespielt sein, dass sie unantastbar wäre. Es gibt daher keinen günstigeren Zeitpunkt für einen Rapid-Startsieg gegen Salzburg als diesen. Mit den eigenen Fans im Rücken. Kühbauer schätzt das ähnlich ein, sieht gute Chancen auf „seinen“ sechsten Sieg über Salzburg.

In einem Duell von zwei Teams, die es gewohnt sind, in der Startrunde aufzuzeigen, drei Punkte zu holen. Salzburg gewann sechsmal in Serie, Rapid verlor seit 2011 nur einmal, nämlich 2014 in Salzburg. Und das gleich 1:6: „Es wird sehr emotionell werden“, wusste Marsch vor seinem Debüt, „aber ich mag es, wenn etwas los ist.“ Er vertraut auf die positive Entwicklung der letzten Wochen, Sportchef Christoph Freund auf den Teamspirit und die positive Energie in der Mannschaft, zu der nicht mehr der bosnische Teamverteidiger Darko Todorovic gehört. Er wechselte leihweise zum deutschen Zweitligisten Holstein Kiel.

Wenn alles halbwegs normal läuft, dann müssten Salzburg und Rapid zweimal öfter um Punkte gegeneinander spielen ais letzte Saison. Also auch in der Meisterrunde. Denn Rapid hat den besseren Kader als Wolfsberg, Austria oder Sturm Graz, da darf sich das Desaster der letzten Saison, nicht unter die ersten sechs zu kommen, nicht wiederholen. Nur wenn Austria, Sturm und Rapid ihr Tief aus der letzten Saison mitnehmen, kann der Kampf um Platz sechs wie zuletzt bis zur 22. Runde spannend bleiben. Die Situation in den unteren Regionen sieht enger aus. Bei Altach scheint in beiden Richtungen alles möglich zu sein. Eigentlich unvorstellbar, dass Aufsteiger Wattens, Hartberg, Admira, Mattersburg und St.Pölten eine reelle Chance auf Rang sechs haben. St.Pölten umsomehr, als der Internationale Sportgerichtshof CAS Donnerstag den Einspruch gegen die Transfersperre nach acht Wochen abwies. Weil St.Pöltens Rechtsvertreter nicht ausdrücklich den Weltverband FIFA als beklagte Partie anführte. Da müsste St.Pöltens General Manager Andreas Blumauer mit dem Rechtsvertreter ein ernstes Wort reden. Ob St. Pölten ab 3. September, also nach Ende der Transferzeit, vertragslose Spieler holen kann, wird derzeit noch zwischen ÖFB und FIFA abgeklärt. Bleibt die Frage, ob im September Spieler am Markt der Vertragslosen sein werden, die so viel Qualität haben, um St.Pölten weiter zu helfen.

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Foto: Sky.

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