Fußball

Haugesund war für Sturm Graz die Fortsetzung von Larnaca

Es dürfte doch nicht an Roman Mählich gelegen sein, dass Sturm Graz letzte Saison zwar seine Ziele erreichte, aber dabei nicht die Leistungen zeigte, die alle, speziell die Fans sehen wollen. Denn die erste Stunde der Wahrheit unter dem neuen Trainer Nestor el Mastro endete mit einem Desaster, mit  0:2 (0:0) in der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League in Haugesund,  beim Achten von Norwegen. Blamabel. Haugesund war sozusagen für Sturm die Fortsetzung der letzten Saison, der schlimmen Pleiten gegen AEK Larnaca aus Zypern – daheim 0:2, auswärts 0:5. Noch unter Mählichs deutschem Vorgänger Heiko Vogel. Die Spuren davon wird Sturm nächsten Donnerstag beim Rückspiel gegen Haugesund, das live in Puls 4 zu sehen sein wird, spüren: Wegen des Becherwurfs gegen einen Linienrichter im Heimspiel, der dabei ein Cut erlitt, dürfen laut UEFA-Urteil nur 2200 jugendliche Fans bis zu 14 Jahren in die Merkur-Arena. Das wird eine Mega-Aufgabe für sie, Sturm in Richtung Aufholjagd und Aufstieg zu „peitschen“.

Es ist bei Sturm nicht mit dem Trainerwechsel getan. Das zeigte sich deutlich. Von den besseren Waffen, die Sportchef Günter Kreissl vor dem Match prophezeit hatte, war nicht zu sehen. Denn Nestor el Maestro einen Vorwurf für die norwegische Pleite zu machen, wäre an den Haaren herbeigezogen. Da fehlt die Qualität im Kader. Personalreserven zur  Haugesund-Besetzung, die nach der Pause in 13 Minuten zwei Tore kassiere, im 4-2-3-1 viel zu passiv wirkte, bei einem Lattenknaller von Jakob  Jantscher vor der Pause auch Pech hatte? Das sind der nach einer Knieoperation rekonvaleszente Kapitän Stefan Hierländer und der 34jährige Rückkehrer Christoph Leitgeb, der für das Rückspiel sicher ein Thema wird.  Ansonst fragt man sich, ob Dino Maresic für das Abwehrzentrum nicht die bessere Lösung wäre als der Grieche Anastasios Avlonitis, selbst als Lukas Spendlhofer.

Mit AEK Larnaca machte Donnerstag ein Jahr nach seinen ehemaligen Mitspielern auch Ex-Sturm-Kapitän Deni Alar ganz schlechte Erfahrungen. Der von Rapid an Levski Sofia verliehen Alar verlor mit Levski Sofia auf Zypern 0:3 (0:0). Als Larnaca zwischen der 67. und 75. Minute  alle Tore erzielte, war Alar nicht mehr im Einsatz. Weil die Bulgaren bereits vor der Pause durch eine rote Karte dezimiert waren, tauschte  Trainer Petar Hubchev  zur Pause Alar aus. Gewonnen  hat hingegen Adi Hütter mit Eintracht Frankfurt drei Tage vor dem Testspiel beim FC Wels. Allerdings konnte sich der Semifinalist der letzte Saison in Estlands Hautstadt beim 2:1 (1:1) gegen Flora Tallinn nicht mit Ruhm bekleckern.  Für das Siegestor sorgte eine Neuerwerbung, der serbische U21-Teamstürmer Dejan Joveljic, per Kopf. Das Rückspiel am nächsten Donnerstag ist schon ausverkauft.

Foto: Sturm Graz.

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