Fußball

Der Kapitän geht voran: Mit Grünwald funktioniert auch Austria

Erstmals seit August 2017 feierte  die Austria drei Siege hintereinander. Galten im Herbst  drei Niederlagen gegen WSG Swarovski Tirol als Zeichen der Krise, so sind aktuell zwei Siege hintereinander gegen die Tiroler das Zeichen für kleine Schritte nach vorne. So auch das 2:1 (1:1) Samstag am Innsbrucker Tivoli, mit dem Violett seit sieben Auswärtsspielen unbesiegt blieb. Damit schuf sich die Austria auch drei Punkte Vorsprung auf Altach, da die Vorarlberger gegen Admira nur das zweite Unentschieden in fünf Tagen schafften, daheim mit dem 1:1 (0:0) noch gut bedient waren.  Die Admira ist nicht mehr Letzter, sondern wieder der Tiroler Aufsteiger, dessen Defensivspieler wie Felix Adjei, Sandro Neureuter, David Gugganig und auch Michael Svoboda Samstag zu viele Schwächen zeigten. Das gab auch nachher Trainer Thomas Silberberger zu: „Diesmal waren wir nicht gut genug für die Bundesliga“.

Gugganig sorgte mit der Ampelkarte  dafür, dass die Austria mehr als 50 Minuten in Überzahl spielen konnte. Trainer Christian Ilzers Rotation mit  Erik Palmer-Brown statt Alexander Borkovic, Thomas Ebner statt James Jeggo, Benedikt Pichler für Patrick Wimmer und Bright Edomwonyi statt des  derzeit glücklosen Christoph Monschein, schien sich zu bewähren: Edomwonyi sorgte mit seinem ersten Tor in dieser Saison für die schnelle Führung, die Patzer von Adjei und Neurauter ermöglichten. Ilzer sah die ersten 25 Minuten mit elf gegen elf als die stärkste Phase seiner Mannschaft im ganzen Spiel: „Da waren wir top!“  Aber dann gelang Tirol im Anschluss an einen Lattenkracher des Ex-Austrianers Fabian Koch der Ausgleich. Gegen zehn Tiroler bekam Austria wieder das Geschehen in den Griff: „Wir haben uns auch die Überzahl erarbeitet“, behauptete Ilzer.

In der Kapitän Alexander Grünwald (Bild oben im Duell gegen Tirols Ex-Rapidler Thanos Petsos), der zuvor mit einem Freistoß die Stange traf, der entscheidende Pass zum Siegestor von Benedikt Pichler, dem ersten des Salzburgers in der Bundesliga, gelang. Pichler, Vorzeigeklient der m&m-Agentur von Philipp Mirtl, war an beiden Toren beteiligt, von ihm kam der Pass zu Edomwonyi vor dem ersten Treffer. Grünwald, der Dienstag das goldene Tor zum ersten Sieg über Tirol erzielte, setzte Akzente, wirkt sehr präsent. Der Kapitän geht in der entscheidenden Phase voran. Im Sky-Studio stellte Manuel Ortlechner, der Kapitän von Austrias letzter Meistermannschaft fest: „Funktioniert Grünwald, funktioniert  auch die Austria!“ Die im Finish höher gewinnen hätte müssen. Youngster Patrick Wimmer hatte mit einem Schuss, der von einer Innenstange an die andere ging, Pech. der im Finish gekommene Monschein traf mit links nichts ins leere Tor. Es läuft beim Torschützen vom Dienst weiter nicht. Aber resultatsmäßig für Austria. Ilzers Befehl: „Jetzt nachlassen wäre fatal. Wir dürfen nicht an das mögliche Play-off denken, sondern müssen die Spannung hoch halten, jeden Spieler auf sein Top Level bringen. Wir dürfen keinem Gegner abwertend gegenübertreten.“

Der nächste ist Dienstag die Admira in der Südstadt, die zum Start der Qualifikationsrunde in der Generali-Arena beim 0:1 durchaus einen Punkt hätte mitnehmen können. Wenn die Chancenverwertung besser gewesen wäre. Die verhinderte auch in Altach einen Sieg. Vor er Pause blieben vor den Augen von Felix Magath zwei Sitzer ungenützt. Die Mannschaft war nach Vorarlberg geflogen, Sportchef Ernst Baumeister bevorzugte hingegen wegen seiner bekannten Flugangst die Anreise mit dem Zug: „Ich bin zufrieden, dass wir nicht mehr Letzter sind. Jetzt müssen wir alles dafür tun, dass dies nicht wieder passiert“. Sinan Bakis, der beste Torschütze, dürfte auch Dienstag fehlen. Baumeister sprach Klartext: „Sein letztes Tor liegt schon einige Zeit zurück. Er trainiert nicht so, dass man ihn aufstellen muss.“

Mattersburg gelang nach zwölf sieglosen Heimspielen im Pappel-Stadion der erste volle Erfolg seit Juli 2019. Das  2:0 (1:0) gegen St.Pölten bedeutete den Sprung auf Platz drei und drei Punkte Abstand zu Tirol. Dabei bewährte sich wie so oft  das „Andreas-Duo“ mit Andreas Kuen und Andreas Gruber: Kuens Idealpass mit dem Außenrist verwertete Gruber zu seinem zwölften Saisontor. Personelle News aus dem Burgenland: Stürmer Marko Kvasina, der nicht mehr zum Einsatz kommt, seit er bekannt gab, den Vertrag nicht zu verlängern, spielt nächste Saison beim belgischen Erstligisten Oostende. Markus Schmidt, der Assistent von Trainer Franz Ponweiser, soll zum Chef aufsteigen, damit sich Ponweiser auf den Job als Sportchef konzentrieren kann. In dieser Saison hat er ja eine Doppelfunktion. Wenn das so stimmt, haben die Behauptungen, wonach der ÖFB den Trainerkurs zur UEFA-Pro-Lizenz von 20 auf 22 Teilnehmer auch deshalb aufstockte, weil Mattersburg-Boss Martin Pucher Druck machte, etwas für sich. Weil Schmidt ohne der nötigen Lizenz nur einen Bundesligaklub als Chef trainieren.darf, wenn er diesen Kurs besucht. Wäre das nicht gelungen, hätte er weiterhin nur als Co-Trainer fungieren können.

 

Foto: WSG Swarovski Tirol.

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