Fußball

Der Weltmeister als Warnung für Österreich! Arnautovic Kapitän, Burgstaller Ersatz

Bei Spiele am Saisonende erleben oft auch Nationalteams unliebsame Überraschungen. Sogar regierende Weltmeister. Frankreich erlebte Samstag Abend in Konya beim 0:2 (0:2) gegen die Türkei in der Qualifikaton für die Europameisterschaft eine Art Demütigung. Nur Kapitän Hugo Lloris im Tor verhinderte eine noch höhere Abfuhr. Von der Stammbesetzung fehlte nur N´Golo Kante. Aber Topstars wie Kylian Mbappe, Antoine Griezmann oder Paul Pogba blieben unter der Wahrnehmungsgrenze. Teamchef Didier Deschamps sprach von einem Schlag ins Gesicht. Den hat Österreich schon am 24.März in Haifa mit dem 2:4 gegen Israel erlebt. Einen zweiten darf sich die Mannschaft von Franco Foda nicht mehr erlauben. Alle  ausstehenden Spiele mit Ausnahme des gegen Polen in Warschau, also sechs von sieben, haben Finalcharakter. Es begann Freitag beim 1:0 gegen Slowenien, setzt sich Montag im Stadion Filipp II. Makedonski von Skopje fort. Die Pflicht muss zum zweiten Mal in vier Tagen erfüllt werden. Das reicht schon. Die nach dem Klagenfurter Sieg so gelobte Einsatzbereitschaft und Leidenschaft sind die Norm, ohne die es nicht geht, die eine Selbstverständlichkeit sein muss.

Das Wunschkonzert der ÖFB-Chefetage für Montag Abend ist kein Geheimnis: Sieg in Skopje, Niederlage für Andi Herzog und Israel in Warschau gegen Polen. Dann hätte Österreich als Dritter nur einen Punkt weniger als die Israelis, zwei mehr als Nordmazedonien, vor allem ab September es selbst in der Hand, Platz zwei hinter Polen zu erkämpfen. Um das zu schaffen, muss die Pflicht erfüllt werden, nicht mehr. Nordmazedonien hat keinen Spieler mit Weltklasseformat wie Slowenien mit Jan Oblak. Zwar hat auch Nordmazedonien einen Spanien-Legionär von einem Madrider Verein im Tor. Aber nicht vom Vizemeister Atletico Madrid, sondern vom Absteiger Rayo Vallecano. Der Marktwert von Oblak liegt bei 80 Millionen Euro, der von Stole Dimitrievski bei 1,5.

Der Tormann ist einer von zehn Legionären in der Mannschaft von Igor Angelovski. Etwas auffällig beim 0:1 gegen Polen waren  die Flügelspieler im Mittelfeld, Speziell Linksfuß Ezgjan Alioski, er bei Englands Zweitligist Leeds Unitd mit Marcelo „El Loco“ Bielsa einen prominenten Trainer hat. Rechts ist Stefan Ristovski von Sporting Lissabon gesetzt. Vor zwei Jahren spielte er bei Kroatiens damaligen Meister NK Rijeka, eliminierte in der Qualifikation zur Champions League Red Bull Salzburg. Da gibt´s Montag ein Wiedersehen mit Stefan Lainer und  Andreas Ulmer denen sich die späte Chance zur Revanche auf einer anderen Ebene bietet. Als größtes Talent Mazedoniens gilt der 20jährige Mittelfeldspieler Eljif Elmas, der bei Fenerbahce Istanbul unter Vertrag steht. Aber dort bisher nur zu vier Einsätzen in der Süper Lig kam.

Für Marko Arnautovic (Bild oben) wird Skopje auch zu einem Treffen mit der Vergangenheit. In Person von Goran Pandev. Da gibt´s Erinnerungen an eine gemeinsame Saison bei Inter Mailand unter Jose Mourinho. Der Unterschied: Pandev, damals 25, gehörte 2008/09 zur Stammformation, der 20jährige Arnautovic nicht. So spiele Pandev beim 2.0 im Champions League-Finale gegen Bayern im Madrider Bernabeu-Stadion 79 Minuten, Arnautovic sah alles von der Tribüne. Jubelte dann zum Unterschied von Pandev aber in der ersten Reihe. Heute kann Arnautovic zeigen, dass sich seit 2009 einiges verändert hat. Er wird als Vertreter von Julian Baumgartlinger und David Alaba Kapitän sein. Weil er mit 80 Länderspielen die meisten hat. Das verriet Foda bereits.

Ebenso, dass er nicht daran denkt, Arnautovic auf die Position von Alaba links im Mittelfeld zu stellen. Das bedeutet: Guido Burgstaller, der Goldschütze gegen Slowenien, beginnt wieder auf der Bank. Bei Österreich ändert sich außer der Aufstellung  im Vergleich zu Klagenfurt auch die Dressenfarbe: Diesmal ist wieder weiß an der Reihe. Das ruft Erinnerungen an das 2:4 in Israel wach.  In Skopje muss ein Sieg in weiß her. Wie im Herbst 2018 das 2:1 gegen Nordirland in Belfast. Die Quote auf Österreich bei tipp 3 liegt bei 1,75, die auf ein Unentschieden bei 3,50, die auf einen Heimsieg Nordmazedoniens am höchsten – 4,50.

 

 

Foto: © ÖFB.

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