Fußball

Die Austria auf Suche nach neuen Talenten bei der Vienna

Die Austria verkauft ihre Talente bereits, bevor sie Stammspieler sind. Damit werden zwar die nötigen Transfereinnahmen erzielt, andererseits kann es für die sportliche Entwicklung nicht wirklich gut sein, wenn man die Zukunftsaktien bereitwillig ziehen lässt. Den Anfang machte Innenverteidiger Ifeany Ndukwe, der im Herbst bei der U 17-WM in Katar so auffällige Leistungen bot, dass auch der FC Liverpool auf ihn aufmerksam wurde.  Für ihn wäre es sportlich vielleicht sogar besser, noch eine Saison neben „Lehrmeister“ Aleksandar Dragovic in der Bundesliga Erfahrungen zu sammeln, aber Englands Meister hat eben einen Riesenreiz. Und die Austria braucht die Millionen. Eine soll auch der Wechsel von Stürmer Konstantin Aleksa (Bild), der in zwei Wocen 19 Jahre jung wird,  zu Hoffenheim bringen. Als 17 jähriger debütierte im August 2024 im Heimspiel gegen Wolfsberg.Der damalige Kurzeinsatz ließ mehr erwarten als  bisher 13 Einsätze in der Bundesliga als Joker. Zur Startelf gehörte er noch nicht, er hatte auch Pech mit Verletzungen, zuletzt einem Muskelfaseriss. Aber seine deutschen Berater brachten ihn dennoch zu Hoffenheim: „Er ist durch seine Schnelligkeit für uns interessant“, erklärte Hoffenheims österreichischer Sportvorstand Andreas Schicker, stellte aber klar, dass Aleksa in der kommenden Saison vorerst nur für die zweite Mannschaft ein Thema ist.  Über die dritte deutsche Liga, in der Hoffenheim II derzeit auf Rang 15 liegt, kann sich Aleksa für die erste empfehlen: „Die dritte Liga ist besser als die zweite in Österreich“, versicherte Schicker. Für die Young Violets absolvierte Aleksa in der zweiten Liga elf Spiele und erzielte vier Tore.

Nachfolger für seine verkauften Talente sucht die Austria offenbar nicht nur beim eigenen Nachwuchs, sondern auch in der zweiten Liga bei Österreichs ältestem Fußballklub. Sonst wäre Sportvorstand Tomas Zorn nicht bei den letzten zwei Siegen der Vienna gegen den Floridsdorfer AC und die zweite Mannschaft von Sturm Graz unter den Zuschauern gewesen. Bei denen spielten bei der Vienna von Beginn an ein 18-Jähriger in der Abwehr und ein 19-Jähriger im Mittelfeld. Ein 17-jähriger Stürmer wurde eingewechselt. Der neue Sportchef Dieter Elsneg scheint mit Blick auf die Kaderplanung für nächste Saison die junge Welle angeordnet zu haben, auf die auch die Austria aufmerksam wurde.

Foto: FK Austria/Heinz Kohler.

3

Meist gelesen

Nach oben