Fußball

Die bessere Offensive spricht im Spitzenspiel für den LASK

Das Linzer Stadion wird Sonntag praktisch ausverkauft sein – es ist angerichtet für das Spitzenspiel der Meistergruppe, in dem der LASK mit einem Sieg die Tabellenführung von Meister Sturm Graz übernehmen kann. Da trifft die beste Heimmannschaft der Liga auf die mit den meisten Auswärtssiegen. Weil Sturm bisher neun gelangen, stehen sie an der Spitze. Einer gelang im Herbst auch in Linz, doch damals war Didi Kühbauer noch nicht LASK-Trainer. Mit ihm gewannen die Linzer in Graz nach einem 0:1-Rückstand durch Tore von Kasper Jörgensen, Moses Usor und Krystof Danek 3:1.  Zwei Siege hintereinander gegen Sturm gelangen dem LASK zuletzt vor sechs Jahren – damals waren es sogar vier. Gelingt es erneut, würde der LASK erstmals in der Bundesliga nach 27 Runden auf Platz eins liegen. Kühbauer ist seit fünf Duellen gegen Sturm ungeschlagen. Letzte Saison verspielte er mit Wolfsberg gegen Sturm den Meistertitel und damit das Double. Dazu hätte Wolfsberg in Graz gewinnen müssen, es wurde aber nur ein 1:1.

Für den LASK spricht in erster Linie die bessere Offensive mit Sasa Kalajdzic (Bild) Sam Adeniran und Moses Usor, mit Maximilian Entrup und Christoph Lang als möglichen Jokern. So viel individuelle Klasse gibt es bei Sturm vorne mit Seedy Jatta, Maurice Malone oder Axel Kayombo nicht. Kühbauer ist zudem der Trainer, der offensiver denkt als Fabio Ingolitsch. Er legt mehr Wert auf die Defensive, bisher gibt ihm das Recht: Noch keine Niederlage in der Meistergruppe. Von den acht erzielten Toren gelangen sieben in Wien gegen Austria und Rapid, gegen Hartberg zuletzt keines. Dafür machte Igolitsch in aller Öffentlichkeit, sprich Sky-Interview, die Spieler verantwortlich, weil sie sich nicht an seinen Machplan mit Diagonalbällen hielten. So „abputzen“ an der Mannschaft macht keinen guten Eindruck. Kühbauer ist auf Grazer „Beton“ eingestellt: „Es wird wenig Räume geben, wir brauchen gute Lösungen im letzten Drittel“. Das Versprechen von Kapitän Sascha Horvath: „Jeder wird marschieren!“

Keinen Sieger gab es in der Qualifikationsgruppe Auf das 1:1 zwischen GAK und Ried am Freitag folgten am Samstag ein 2:2 (1:2) zwischen WSG Tirol und Altach, womit die Vorarlberger Tabellenführer bleiben, und ein 0:0 im Kellerduell zwischen Wolfsberg und Blau-Weiß Linz.  Tirol lag nach 32 Minuten 0:2 zurück, die Latte verhinderte vor dem Anschlusstreffer das 0:3, der Ausgleich gelang Routinier Lukas Hinterseer, der in dieser Saison erstmals zur Startelf gehörte, erst in der 88. Minute. Dait blieben die Tiroler fünf Punkte vor Schlusslicht Blau-Weiß Linz. Das in Wolfsberg die bessere Mannschaft war, aber an Tormann Nikolas Polster scheiterte. Er rettete auch das zweite 0:0 im zweiten Spiel unter Trainer Thomas Silberberger wie eine Woche zuvor gegen Ried: „Es bleibt immens viel zu tun, ich werde vielleicht unpopuläre Maßnahmen treffen müssen“. Dienstag droht in Linz die rote Laterne.

Foto: Gepa/Admiral.

3

Meist gelesen

Nach oben