Fußball

Die bittere Austria-Wahrheit: Für internationale Ansprüche reicht das nicht

Einer, der noch kein Bundesligaspiel für die Austria bestritt, hätte dafür sorgen können, dass es im fünften Gruppenspiel der Conference League den ersten Sieg gelingt und damit die Chance, nächste Woche in Israel gegen Hapoel Beer Sheva noch um den Aufstieg zu spielen, am Leben zu halten. Doch das gelang dem nach 72 Minuten eingewechselten Ibrahima Drame bei seinem zweiten internationalen Kurzeinsatz nicht. Aber deshalb dem 21 jährigen, der für Senegal schon zwei Länderspiele bestritt, Vorwürfe zu machen, wäre falsch. Das gilt nach dem 1:1 (0:0) gegen Lech Posen vor 12.200 Zuschauern im Viola Park eigentlich für die ganze Mannschaft. Sie gab das, was sie in dieser Zusammensetzung geben kann. Aber das reicht für internationale Ansprüche nicht. Es gelingt zwar, phasenweise mitzuhalten, aber damit hat es sich auch. Mehr geht dereit auch auf Grund der violetten Personalprobleme nicht.

Trainer Manfred Schmid ließ sich wieder etwas Neues einfallen, das unerwartet kam- Georg Teigl beginn im 4-2-3-1 als einzige Sitze. Damit kehrte er mti 31 jährigen auf die Üosition zurpck, auf der er spielte, als er vor 13 Jahren aus der U 19 von St. Pölten nach Salzburg zu den Red Bull Juniors wechselte. Eine Lösung, die aus der Personalnot geboren wurde. Weil Neuzugang Haris Tabakovic bisher nicht überzeugen konnte, begann er auf der Bank. Teigl hätte fast die Austria in Führung gebracht, als er nach 22 Minuten verkerhrt zum To stehend eine Flanke von Matthias Braunöder verlängerte. Doch der Ball flog an die Latte. Eien Führung htäte der Austrai in die Karten gespielt. Aber so zeigte sich doch, dass ganz vorne eine „Waffe“ fehlte, die nach mitunter guten Kombinationen Posens Abwehr in Schwierigkeiten bringen konnte. Im Strfraum von Leh Posen war wenig los, in dem der Austria allerdings auch.

Nach einer Stunde beendete Schmid das „Teigl-Revival“ im Angriff, brachte mit James Holland einen Defensivspieler, schickte Dominik Fitz nach vorne. Denn die Austria lag ab der 48. Minute zurück. Tormann Christian Früchtl wehrte zwar einen 18 Meter-Schuss des Georgiers Nika Kvekveskiri richtig zur Seite ab, aber Marvin Martins kam nicht an den Abpraller heran, sondern Filip Szymczak. Dessen Pass zur Mitte verwertete der schwedische Teamstürmer Mikael Ishak. Lucas Galvao konnten ihn nicht daran hindern. Einen Strafraumstürmer wie Ishak hat die Austria nicht. Das hängt sicher auch mit den Finanzen zusammen. Mit ein Grund, dass nachher die Enttäuschung überwog, wie Schmid zugab: „Aber ich denke, die Mannschaft hat aus den internationalen Spielen viel gelernt!“ Zum Ausgleich verhalf ein fataler Fehler des portugiesischen Verteidigers Pedro Rebocho, den Can Keles nützte. Der dritte Treffer des 21 jährigen in dieser Saison. Zugleich sein erster in der Conference League, das erste Austria-Tor in der Viola Arena beim vierten internationalen Spiel. Was gegen Fenerbahce, Hapoel Beer Sheva und Villarreal nicht geschafft wurde, gelang gegen Lech Posen. Wenigstens etwas.

Sportchef Manuel Ortlechner gab sich zur Pause im ORF-Interview auf die Frage, ob in der Winterübertrittszeit personell aufgerüstet wird, reserviert. Er hofft auf die Rückkehr von rekonvaleszenten und verletzten Spielern. Von „Dauerpatient“ Marko Raguz oder von Muharem Huskovic. Der wurde am Dienstag in der Döblinger Privatklinik von Teamarzt Marcus Hofbauer wegen der beim schweren Autounfall vor zwei Wochen erlittenen Knieverletzung operiert (Rekonstruktion des Außenbandes), Mittwoch entlassen. Das lässt hoffen, dass er 2023 dabei ist und die Offensive verstärkt. Die Austria kann das brauchen.

 

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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