Fußball

Die Polen-Glatze verheißt für Salzburg gegen Napoli nichts Gutes

Mit der Gewissheit, einen guten Plan zu haben, flog Meister Red Bull Salzburg Montag zu seinem vierten Spiel in der Gruppenphase der Champions League nach Neapel. Im Stadion San Paolo soll es besser laufen als am 7.März, an dem Salzburg im Achtelfinale der Europa League 0:3 verlor, dabei bereits nach 18 Minuten durch Tore des Polen Arkadius Milik und Fabian Ruiz 0:2 zurück lag, nach der pause ein Eigentor von Jerome Onguene den Endstand besiegelte. Ein großes Ziel, wenn man bedenkt, dass Champions League-Sieger FC Liverpool in seinen letzten zwei Spielen bei Napoli kein Tor erzielte. Am 17.September beim Start zur Titelverteidigung 0:2 verlor, vor einem Jahr ebenfalls in der Gruppenphase 0:1. Da hat sich Salzburg viel vorgenommen. Zum guten Plan dürften drei Innenverteidiger gehören. Sicher Onguene und Max Wöber, beim dritten wählt Trainer Jesse Marsch zwischen Andre Ramalho und Marin Pongracic.

Auf Salzburg wartet die doppelte polnische Gefahr. Im hellblauen Napoli-Dress durch Milik, der in seinen letzten fünf Spielen für Napoli und Polens Nationalteam immer traf, insgesamt sechsmal. Die zweite ist der Schiedsrichter: Bisher pfiff die polnische Version der „Glatze gnadenlos“, Szymon Marciniak, dreimal Spiele mit österreichischer Beteiligung. Dreimal gab es kein Erfolgserlebnis, woran er nicht ganz unbeteiligt war. Daher verheißt der 38 jährige Marciniak, der Dienstag Abend sein 30. Match in der Königsklasse leitet, eigentlich nichts Gutes für Salzburg. Er war der Referee, als Rapid am 25.August 2015 in Lemberg durch ein 2:2 von Schachtjor Donezk die Qualifikation zur Champions League mit etwas Pech (Stangenschuss von Philipp Prosenik in der 95.Minute) verpasste. Kritik am Referee gab es nicht wegen Gelb-Rot für Mario Sonnleitner, sondern weil er einen klaren Handselfer für Grün-Weiß übersah, einmal Torjäger Robert Beric wegen eines Abseits, das keines war, zurückpfiff. Marciniak war auch im Stade de France in Paris am 22. Juni 2016 dabei, als Österreich vor 65.700 Zuschauern durch ein 1:2 gegen Island den Aufstieg ins Achtelfinale der Europameisterschaft verpasste. Damals gab Marciniak in der ersten Hälfte nach Foul an David Alaba Elfmeter für Österreich, den Aleksandar Dragovic an die Stange schoss. Den zweiten fälligen Penalty nach der Pause für ein klares Foul an Marcel Sabitzer übersah  Marciniak aber.

Auch am 20.August dieses Jahres nach der 0:1-Heimniederlage des LASK in der Qualifikation zur Champions League gegen den FC Brügge auf der Gugl gab es lautstarke Kritik an Marciniak. Nach zehn Minuten zeigte er bei einem Zweikampf zwischen LASK-Kapitän Gernot Trauner und Lois Openda auf den Elfmeterpunkt. Man konnte darüber streiten, ob es ein Foul von Trauner war, auf jeden Fall handelte es sich um eine Fehlentscheidung. Weil Openda zuvor abseits stand. Das übersah aber Videoreferee, der damals erstmals bei einem Europacupspiel einer österreichischen Mannschaft im Einsatz war. Für Pawel Gil gab´s damals noch offiziell Ausreden der UEFA. Er soll wegen einer angeblichen technische Panne die entscheidenden Bilder nicht gesehen haben. Gil wird auch in Neapel als Videoreferee im Einsatz sein.

Sind dort aller schlechten Dinge mit Marciniak vier? Auf jeden Fall wird eine besondere Herausforderung für Salzburg, die erste österreichische Mannschaft zu sein, die ein Spiel gewinnt, das Marciniak pfeift. Mindestens eine genau so große wie für die 800 Salzburger Fans im 60.000 Zuschauer fassenden Stadio San Paolo, sich dort bemerkbar zu machen. 52 Prozent der tipp 3-Kunden glauben an einen Salzburg-Sieg, auf den die Quote mit 3,50 niedriger als ist als für ein Unentschieden.

 

 

 

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