Eishockey

Die Raffl-Bombe: Mit Washington und Ovechkin um Stanley-Cup!

Erstes Trainingslager von Österreichs Nationalteam seit 14 Monaten mit den ersten zwei von 13 Spielen bis 21. Mai, die Finalserie der ICE Hockey League zwischen KAC und Bozen, das überraschende Karriereende von Vienna Capitals-Kapitän Mario Fischer mit 31 Jahren aus privaten Gründen, die Wahl des 20 jährigen Vienna Capitals-Eigenbauspielers Lukas Piff zum Jungstar der Saison. All das stellte eine Meldung aus der National Hockey League in den Schatten: Michael Raffl wechselte nach acht Jahren bei den Philadelphia  Flyers knapp vor Vertragsende zu den Washington Capitals, vom Sechsten der East Division zum Ersten und hat damit eine Chance, gemeinsam mit dem russischen Superstar Alexander Ovechkin um den Stanley-Cup zu kämpfen, den die Capitals schon 2018 gewonnen hatten. Das kann Raffls Karriere-Höhepunkt werden, wie auch Österreichs Teamchef Roger Bader prophezeite. Wird der 32 jährige  Villacher der erste Österreicher, der den Stanley Cup in seine Heimat bringen kann? Dann würde im Eishockeyland Kärnten selbst der Lockdown ausgesetzt werden, sollte es im Sommer noch einen geben.

Philadelphia wollte laut Raffls Berater Patrick Pilloni  ihn gar nicht „traden“, aber Washingtons General Manager Brian MacLellan ließ nicht locker. Er wollte den Flügel unbedingt für die Play-offs, von denen noch keiner weiß, wann sie beginnen, da der Grunddurchgang wegen des Corona-Ausbruchs bei Vancouver bis 16. Mai verlängert wurde. Auch die Handverletzung Raffls störte Mac Lellan nicht, bis Mai ist die sicher auskuriert. Raffl kommt in eine Mannschaft, in der die Stammspieler im Schnitt knapp 30 Jahre alt sind. Bei den Top-9 im Sturm und den Top-4 in der Abwehr ist kaum einer unter 30: Die slowakische Verteidigerlegende Zdenko Chara hat bereits 44 Jahre am Buckel, Ovechkin 35, der Schwede Nicklas Backström 33, der  Däne Lars Eller 31, T.J.Oshie  34. Ovechkins Landsmann Evgenig Kuznetsov zählt mit 28 zu den jüngeren Spielern, ebenso wie der so wie Raffl knapp vor Ende der Transferzeit geholte Detroit-Stürmer Anthony Mantha mit 26.

Im Sommer läuft nicht nur Raffls Vertrag aus, sondern auch der von Ovechkin. Letzte Saison gewann er seine neunte Torjägerkrone, mehr schaffte nur Wayne Gretzky. Raffl kam seit 2013 auf 532 Spiele bei Philadelphia mit 86 Toren und 82 Assists, in dieser Saison auf 34 mit drei Toren und fünf Assists. Auf der Homepage der Capitals kann man nachlesen, warum Raffl geholt wurde: Weil er 23 Schüsse blockte, die hohe Kunst des Bodychecks beherrscht wie 50 Hits zeigen und weil er 37:24 Minuten in Unterzahl zum Einsatz kam. Das sind Vorzüge, die der  56 jährige Trainer Peter Laviolette offenbar suchte. In den letzten zwei Saisonen schied  Washington bereits in der ersten Runde des Play-offs aus, das soll in der ersten Saison des amerikanischen Headcoach beim Hauptstadtklub nicht passieren. Laviolette hatte 2006  den Stanley Cup mit Carolina gewonnen, 2009 Philadelphia und vor vier Jahren Nashville bis ins Finale geführt. Er war in seiner letzten Saison bei Philadelphia daran beteiligt, dass Raffl in die NHL kam. Acht Jahre später arbeiten sie tatsächlich zusammen. Laviolette kann motivieren, bisher immer früh auf seinen Trainerstationen. Das ist gut für die Capitals und Raffl. Denn es gibt keine Zeit zu verschenken.

Foto: Washington Capitals.

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