Fußball

Die Sehnsucht nach der längsten Torparade der Welt

ORF 1, Servus TV und Sky Austria berichteten Donnerstag Abend stundenlang über die Europa und Conference League. Live-Übertragungen aus Hütteldorf und Graz, nachher Diskussionen im Studio über das Siegestor von Real Sociead gegen Sturm, ob der Videoreferee eingreifen hätte müssen, Kurzberichte von der Parallelspielen der Gruppen, vom 3:0 des LASK in Jerewan, jede Menge Interviews. Mit einem selbstbewussten Ercan Kara nach Rapids 2:1 („wenn uns dieser Sieg kein Selbstvertrauen gibt, dann weiß ich auch nichts mehr“), einem schuldbewussten Jörg Siebenhandl über seinen Patzer, der zu Sturms Niederlage führte („es tut mir im Herzen weh, weil die Jungs so viel geleistet haben“), sogar von Gernot Trauner und Christopher Trimmel aus Rotterdam nach dem Österreicher-Duell bei Feyenoords 3:1 gegen Union Berlin. Auf den fünf Kanälen des Bezahlsenders Sky waren Donnerstag zehn Spiele live zu sehen, die anderen via Streaming.

Alle waren von Dienstag bis Donnerstag alle 32 Spiele beider Ligen live zu sehen. Servus TV lieferte Donnerstag dazu noch das Parallelspiel der Sturm-Gruppe zwischen PSV Eindhoven und Monaco, die vier Tore des Ex-Salzburgers Patson Daka beim 4:3 von Leicester über Spartak Moskau. Im ORF waren die drei West Ham-Treffer gegen Genk aus der Rapid-Gruppe sowie Szenen von Oliver Glasner und Martin Hinteregger beim 3:1 von Eintracht Frankfurt gegen Olympiakos Piräus zu sehen. Ebenso vom 3:1 Feyenoord gegen Union Berlin. Zurück blieb trotzdem die Sehnsucht nach der längsten Torparade der Welt. Die in den letzten sechs Jahren von 2015 bis 2021 bei Puls 4 zu sehen war, als die Rechte für die Europa League noch bei diesem  Sender lagen. Die Grazer Reporterlegende Robert Seeger, mitunter in seinem berühmten Norweger-Pullover, und Andreas Gröbl machten es zum Kult, wenn sie am Ende der Sendung alle Tore, die an diesem Tag fielen, zeigten und launig kommentierten.

Jetzt geht das ab. Weder ORF noch Servus TV noch Sky brachten etwas Ähnliches zustande. Eigentlich schade drum. Man hätte beispielsweise doch gerne die Tore vom norwegischen Außenseiter Bodoe Glimt beim 6:1-Kantersieg über AS Roma und Trainerstar Jose Mourinho gesehen. Oder die sieben Treffer, die bei Sparta Prag gegen Olympique Lyon (3:4) fielen. Zu sehen waren die nicht im Free-TV, sondern zwischen Mitternacht und ein Uhr früh bei Sky Austria. Alle Spiele, alle Tore.

 

Foto: Gröb-TV.

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