Fußball

Die Youth League interessiert Salzburg mehr als das Meisterstück

Red Bull Salzburg plant zwar das Meisterstück zum neunten Titel hintereinander am Sonntag gegen die Wiener Austria, bei der Alexander Grünwald nach dieser Saison die Karriere beendet. Der 32 jährige Mittelfeldspieler kam vor 19 Jahren aus der Jugend des FC Kärnten in den Nachwuchs der Violetten, war von 2008 bis 2011 an FC Magna, Wienerberg und Wr. Neustadt verliehen, ehe er zurückkehrte, zu den Stützen der Mannschaft gehörte, die 2013 Meister wurde und in der Champions League spielte. In 325 Pflichtspielen kam er auf 78 Tore und 59 Assists. „Er hat eine Dekade geprägt“, lobte Sportchef Manuel Ortlechner, der selbst noch mit Grünwald gespielt hatte. Zum Abschied möchte er mit Austria einen Europacupplatz schaffen.

Salzburg kann bereits für die Champions League planen. Daher interessiert in Wahrheit dieser Tage die Zukunft, sprich die Youth League, mehr. In der treffen die Jungbullen Freitag beim Finalturnier im 4000 Zuschauer fassenden Centre Sportif de Colovry in Nyon am Genfer See auf Atletico Madrid (live zu sehen bei Sky Austria), bei einem Sieg dann Montag im Endspiel auf den Gewinner aus Juventus gegen Benfica.  Gegner Atletico Madrid weckt Erinnerungen an Salzburgs Triumph in der Youth League vor fünf Jahren unter dem jetzigen Borussia-Dortmund-Trainer Marco Rose. Damals wurde Atletico Madrid im Viertelfinale 2:1 bezwungen.

Diesmal setzte sich Salzburg in den Gruppenspielen gegen Sevilla, Wolfsburg und Lille durch, im Achtelfinale auswärts gegen Zilina auf Kunstrasen im Elfmeterschießen, im Viertelfinale bei Paris St. Germain 3:1. In der Startelf standen dabei sieben Österreicher, je ein Legionär aus Tschechien, Ghana, der Elfenbeinküste und Kroatien. Die Innenverteidiger Lukas Wallner und Samson Baidoo, der 2018 vom GAK in die Salzburger Akademie kam, werden nächste Saison zum Kader der Bundesligamannschaft gehören. Der 18 jährige Baidoo bekam Mittwoch einen Vertrag bis 2027, Wallner bereits im Dezember einen bis 2026.

Langfristig wurden auch die Stürmer Roko Simic (Bild oben) und Oumar Diakite bereits an Salzburg gebunden. Simic, der Sohn des ehemaligen Milan-Stars, kam im Herbst auf einen Kurzeinsatz in der Bundesliga, hat bereits einen Marktwert von 3,5 Millionen Euro. Trainer ist Österreichs Ex-Teamspieler Rene Aufhauser, der von 2015 bis 2021 Assistent bei Oscar Garcia, Rose und Jesse Marsch war, ehe er die Filiale Liefering und die Youth League-Mannschaft übernahm. „Die Brust ist breit, die Euphorie groß“, versicherte Aufhauser. Atletico spiele in der Youth League ähnlich wie man es von der Champions League gewohnt ist, lege Wert auf eine kompakte Defensive. Da wartet harte Arbeit auf die Hoffnungen von morgen.

Foto: Red Bull Salzburg.

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