Fußball

3333 Gratis-Tickets und drei Varianten ohne Alaba: Kainz ist die beste!

Nur der dritte  Heimsieg im vierten Wiener Duell gegen Israel hilft Österreichs Fußballteam Donnerstag Abend im Happel-Stadion im Kampf um das EM-Ticket. Derzeit hat Polen drei Punkte mehr als Rot-Weiß-Rot, Slowenien einen. Noch mehr unter Erfolgszwang stehen die Israelis bei zwei Punkten Rückstand auf Österreich, die auch Nordmazedonien hat.  Also müsste zwischen Österreich und Israel einen offenen Schlagabtausch geben, um die Chance, auf Platz zwei hinter Polen zu kommen, zu wahren. Man kann es drehen und wenden wie man will: Auch bei den Wettquoten (siehe unten) beim Teamchef-Sponsor tipp 3 ist der Gastgeber klarer Favorit, Israel 7,00-Außenseiter auf seinen ersten Auswärtssieg über Österreich. Der kann eigentlich nur gelingen, sollte der Favorit, der als 27. in der Weltrangliste 59 Plätze vor Israel liegt,  ähnlich nachlässig agieren wie im März beim 2:4 in Haifa. „Eigentlich waren wir auch damals die bessere Mannschaft“, erinnerte sich Marko Arnautovic am Montag zurück, „die nur den Fehler begangen hat, ihre Chancen nicht zu verwerten!“ Der sollte sich in Wien nicht wiederholen. Aber solche Gedankenspiele sind schon der gefährliche Ansatz zur Überheblichkeit.

Nur auf den positiven Trend der letzten vier Spiele zu vertrauen, wäre zu wenig. Für drei Punkte muss schon alles zusammenpassen. Das aggressive Verteidigen, das Teamchef Franco Foda immer fordert, das schnelle Umschalten, die Effizienz, sprich Chancenverwertung. Stückwerk wird auch gegen Israel zu wenig sein.  Erst 90 Minuten vor Anpfiff wird man wissen,mit welcher Mannschaft Foda die Siegmission in Angriff nehmen wird. Es gibt drei offene Fragen: Wer ersetzt Stefan Lainer als rechter Verteidiger, kann David Alabas Einsatz mit einem Haarriss in der Rippe riskiert werden, auch wenn er selbst spielen will, wird Konrad Laimer trotz Problemen mit den Adduktoren beginnen?

Dienstag trainierten Alaba und Laimer nicht mit der Mannschaft, Mittwoch wollen sie es am Abend probieren. Wie der Test ausging, das bleibt Fodas Geheimnis, da nur in den ersten 15 Minuten die Medien zuschauen durften und in dieser „Aufwärmphase“ noch keine Entscheidung fiel.  Auch Kollege Andi Herzog soll sich  bis Donnerstag Abend darüber den Kopf zerbrechen. Er rechnet damit, dass beide in der Startformation stehen werden. Aber was passiert, wenn Alaba nicht zur Verfügung steht, wovon  eher ausgegangen werden muss?  Kann Foda auf Lainers Poition als Rechtsverteidiger zwischen  Stefan Posch und Christopher Trimmel wählen, wobei die Tatsache, dass Offensive gefragt ist, eher für Trimmel spricht, so gibt es für Alabas Rolle im linken Mittelfeld drei Varianten: Ein wäre das Debüt von Alabas Freund Marco Friedl, die zweite heißt Laimer, die dritte und beste Florian Kainz (Bild oben).

Warum Kainz? Nicht, weil er ein ehemaliger Schützling von Foda bei Sturm Graz ist, sondern weil diese Position seine gewohnte ist, auf der er seine bisher besten Leistungen ablieferte. Auf der er auch letzten Samstag bei Kölns 1:1 gegen Schalke starke Szenen hatte. Friedl ist zwar wie Alaba ein Linksfuß, aber spielt bei Werder Bremen linker Verteidiger. Das wird im Teamdress Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer sein. Die Stärken von Friedl liegen zwar mehr in der Offensive als in der Defensive, aber eine Mittelfeldrolle vor einer Viererabwehr wäre „Neuland“ für den 21 jährigen Tiroler. Schlager auf links zu stellen, würde bedeuten, ihn etwas aus dem Spiel zu nehmen. Denn in der zentralen Rolle hat der Leipzig-Legionär sicher mehr Ballkontakte als an der Außenbahn. Foda hat sicher auch im Hinterkopf, dass die zentrale Leipzig-Achse mit Laimer und Marcel Sabitzer dem Team zuletzt sehr gut tat.  Wenn Kainz über links wirbelt, muss Foda  an der sonstigen, bewährten Rollenverteilung wenig ändern. Auch das wird ein Argument sein.

Entschließt sich Foda doch dafür, Laimer auf die linke Außenbahn zu stellen, wäre im Zentrum der Platz neben Kapitän Julian Baumgartlinger frei. Für den gäbe es auch drei Möglichkeiten:  Stefan Ilsanker, Peter Zulj oder Louis Schaub. Ilsanker würde für defensive Stabilität sorgen. Aber dann hätte Foda mit Valentino Lazaro und ihm zwei Spieler, die bei ihren Klubs nicht zum Zug kamen. Zulj wäre der „Kompromiss“ zwischen dem defensiven Ilsanker und dem offensiv ausgerichteten Schaub.

Der Teamchefsponsor ließ sich auch etwas für Fodas Wunsch nach einem Hexenkessel im Happel-Stadion einfallen: Er verteilt Donnerstag ab 18 Uhr nicht weniger als 3333 Gratis-Karten an den Kassen 11 und 12. Wer zuerst kommt, gewinnt. Pro Person gibt es sogar vier Karten gratis.

Foto: ÖFB.

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