Fußball

Dynamo Kiew oder Fenerbahce Istanbul: Sturm Graz war für alle das Wunschlos

Seit Montagnachmittag kennt Österreichs Vizemeister Sturm Graz seine erste Hürde am schweren Weg in die Champions League: Den Sieger aus Dynamo Kiew gegen Fenerbahce Istanbul. Möglich als Gegner wären auch Benfica Lissabon,  PSV Eindhoven oder die Glasgow Rangers kommen. „Wir waren für alle das Wunschlos“, behauptete Sturms Sportchef Andreas Schicker, seit Donnerstag stolzer Vater von Sohn Matteo. Sturm bekam zwar den Gegner, der etwas hoffen lässt, aber Schicker, der den Vertrag mit Mittelfeldspieler Alexander Prass bis 2025 verlängerte, letzte Woche gleich elf Talenten ihren ersten Profivertrag gab, blieb Realist: „Wir sind gut beraten, den Ball flach zu halten, sowohl gegen Kiew als auch gegen Fenerbahce sind wir der Außenseiter!“ Das heißt: Jakob Jantscher, Rasmus Höjlund und Co. werden zwei besondere Tage brauchen, um weiterzukommen, über Tore so jubeln zu können wie beim 2:2 im Test gegen Galatasaray Istanbul. (Bild oben).  Mittwoch wird beim Heimspiel von Kiew im polnischen Lodz gegen die Türken Sturms Scout Christoph Leitgeb auf der Tribüne sitzen.

Dynamo Kiew hat durch den Krieg in der Heimat seit Monaten keinen Meisterschaftsbetrieb, war oft im Ausland im Trainingslager, bestritt einige Testspiele. Allerdings standen vier Spieler von Dynamo Kiew in der Startformation des ukrainischen Teams, das in Cardiff gegen Wales mit einem 0:1 das WM-Ticket verpasste. Vier weitere gehörten zum Kader. Trainer ist der inzwischen 72 jährige Rumäne Mircea Lucescu. Fenerbahce fiel in diesem Sommer vor allem als Großkäufer auf, hat in dem der UEFA gemeldeten Kader insgesamt 13 Legionäre aus Tschechien, Ungarn, Brasilien, Italien, Ekuador, Griechenland, Guinea-Bissau, Norwegen, Slowenien, Portugal, Deutschland und Nigeria. Darunter zwei, die in Österreich spielten: Ex-Salzburg-Stürmer Mergim Berisha, der nach einem Jahr am Bospurus schon wieder Abwanderungsgedanken hat, sowie der ungarischen Teamverteidiger Attila Szalai, der ein Bundesligaspiel für Rapid bestritt. Trainer ist seit Juni der bekannte Portugiese Jorge Jesus, zuvor bei Benfica Lissabon.

Etwas leichter ist die Aufgabe von Wolfsberg in der Qualifikation zur Conference League: Da wartet der Sieger aus Radnicki Nis aus Serbien gegen Gzira aus Maltas Hauptstadt La Valletta. Bei Radnicki Nis war Peter Pacult zwischen Juli und September 2017 für sieben Spiele Trainer. Als trotz Punkteschnitt von 2,0 der Präsident bei der Aufstellung mitreden wollte, hörte er auf.  Apropos Pacult: Der schaffte mit Austria Klagenfurt Montag einen Prestigeerfolg, ein torloses Unentschieden im Test gegen Ralph Hasenhüttls Southampton. Viel Action war in dem Hitzeduell im Wörtherseestadion nicht zu sehen. Marco Knaller hielt nach 67 Minuten einen Elfmeter von Adam Armstrong, Patrick Hasenhüttl spielte in den letzten 65 Minuten gegen die Mannschaft seines Vaters.

Foto: Sturm Graz.

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