Fußball

Für Sturm Graz geht es gegen Dynamo Kiew um Millionen: „Große Spiele gewinnt man im Vorfeld!“

Vier Tage nach dem 2:1-Highlight gegen Red Bull Salzburg greift Sturm Graz nach dem nächsten und noch größeren: Der Qualifikation für die Champions League. Der Gruppenplatz in der Europa League ist den Grazern auch sicher, wenn sie in der dritten Runde gegen Ukraine- Meister Dynamo Kiew ausscheiden. Aber es geht um einige Millionen mehr: Allein der Aufstieg ins Play-off gegen den Sieger aus Benfica Lissabon gegen den FC Midtjylland aus Dänemark würde rund vier bringen. Das Rezept vor dem ersten Duell gegen Kiew Mittwoch Abend in der polnischen Stadt Lodz, live zu sehen in ORF 1, klingt für Trainer Christian Ilzer ähnlich wie das gegen Salzburg: „Große Spiele gewinnt man im Vorfeld“, behauptet er, „man muss im Kopf die Überzeugung haben, den Gegner zu schlagen, sonst kann das nicht gelingen.“ Dass Sturm sein volles Potenzial, also zwei große Spiele braucht, um Kiew auszuschalen, ist Ilzer bewusst. Aber personell haben die Grazer sicher nicht ihr volles Potenzial: In Lodz werden Jakob Jantscher und der Georgier Otar Kiteishvili, also zwei Leistungsträger, nicht einsatzfähig sein. Ein Schlüsselfigur wird sicher der bewährte Kapitän Ion Gorenc-Stankovic sein.

Vor zwei Wochen sahen Sportchef Andreas Schicker und Scout Christoph Leitgeb in Lodz ein 0:0 zwischen Kiew und Fenerbahce Istanbul, eine Woche darauf in Istanbul den 2:1-Sieg der Ukrainer nach Verlängerung: „Kiew war vor allem physisch die stärkere Mannschaft, die fast 30 Vorbereitungsspiele in den Beinen hat“, behauptet Schicker, der dennoch froh ist, nicht auf die Türken zu treffen. Weil der Hexenkessel im Sukru Saracoglu-Stadion im asiatischen Teil von Istanbul vielleicht mental seine Mannschaft überfordert hätte. In Lodz werden nicht viel mehr als 10.000 Zuschauer im Miejski-Stadion sein. Schicker nannte als weitere Stärken von Kiew die Kompaktheit, die taktische Disziplin, eine Art Handschrift des 77 jährigen rumänischen Trainers Mircea Lucescu: „Sie haben keinen herausragenden Spieler, alle sind technisch sehr gut ausgebildet!“ Ukraines Teamtormann Georgi Bushchan sei der große Rückhalt: „Wirklich sehr präsent!“

Kein Zweifel, Kiew geht als Favorit in die Spiele. Sollte Sturm trotzdem in die Play offs kommen, hätten die Grazer erneut die Außenseiterrolle. Weil der Gegner Benfica Lissabon heißen wird. Mit seinem neuen Trainer, dem ehemaligen Salzburg-Meistermacher Roger Schmid, gelang im Estadio da Luz ein 4:1 (2:0)-Heimsieg gegen Dänemarks Vizemeister Midtjylland. Mit dem griechischen Teamgoalie Odysseus Vlachodimos, dem argentinischen Routinier Nicolas Otamendi (34) in der Abwehr, dem Stürmer aus Brasilien (David Neres) . Der große Held war der dreifache Torschütze Goncalo Ramos. Der 21 jährige kam letzte Saison bei 40 Einsätzen in der Liga und Champions League auf acht Tore. Auf der Bank ließ Schmidt bekannte Namen wie den 35 jährigen Beliger Jan Vertonghen, dem deutschen Mittelfeldspieler Julian Weigl und den ukrainischen Stürmer Roman Yaremchuk beginnen.

Einen Schrittt näher dem Play-off kam ein Ex.Rapidler: Robert Ljubicic siegte mit Dinamo Zagreb bei Bulgariens Serien meiste Ludogorets Razgrad 2:1 (2:1).  Ljubicic spielte im System von Trainer Ante Cacic auf der linken Außenbahn. Nächsten Gegner der Kroaten wird der Sieger aus Bodoe Glimt und Schalgiris Wilna sein. Schafft dies überraschend der Meister aus Litauen, gibt es ein Duell der Ex-Rapidler: Mario Pavelic ist bei Wilna Fixstarter. Nicht mehr wie früher bei Grün-Weiß als Rechtsverteidiger, sondern im Abwehrzentrum.

 

 

Foto: Twitter.

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