Fußball

Egal, wer spielt: Salzburg gewinnt! Paukenschlag von Austria Klagenfurt

13. Sieg hintereinander in der Bundesliga, davon der achte auswärts. Mit dem  2:0 (1:0) in der Lavanttal-Arena gegen Wolfsburg stellte Meister Red Bull Salzburg zwei neue Klubrekorde  auf, tankte weiter Selbstvertrauen, um Mittwoch daheim in der Champions League auch Frankreichs Mister Lille bezwingen zu können. Egal wer spielt, der Tabellenführer ist souverän und gewinnt. Auch mit einer neuen Innenverteidigung, wie Jerome Onguene und Bernardo, die erstmals zusammen das Abwehrzentrum bildeten. Onguene (Bild oben) sorgte überdies bereits nach 15 Minuten per Kopf für die schnelle Führung. Nach einer einstudierten Eckball-Variante über Luka Sucic, bei der Karim Adeyemi den Raum vor dem Torschützen frei machte.

Auch Matthias Jaissle sorgte als jüngster Trainer der Klubgeschichte für einen Rekord. In den ersten neun Runden neun Siege zu feiern, gelang vor ihm keinem. Er verteilte im Sky-Interview vor allem an die Innenverteidiger große Komplimente: „Als Duo wünscht Du Dir natürlich, dass Du viele Spiele machst. Onguene und Bernardo erledigten  das beim ersten Mal mit Bravour. Darauf bin ich stolz und das stimmt mich positiv für die nächsten Wochen. Das spricht für den breiten Kader und die Qualität, die wir haben.“ Nur bei einem Stangenschuss von Thorsten Röcher, der vor der Pause das 1:1 bedeutet hätte, wackelte der überlegene Tabellenführer, dem die unnötige gelb-rote Karte für Wolfsberg Innenverteidiger David Gugganig eine Minute vor der Pause auch half. Ein von Dominik Baumgartner abgefälschter Schuss von Noah Okafor bedeutete schon nach sechs Minuten der zweiten Hälfte die Entscheidung. Der Schweizer hat momentan auch eine positive Serie: Als Joker Tor gegen Tirol, beeindruckender Assist zum 2 :0 gegen Rapid, danach vom Start weg zwei Tore im Cup gegen Kalsdorf und auch glücklich in Wolfsberg getroffen: „Ich bin sehr heiß auf Lille!“ gestand der Schweizer nachher. Lille gewann Samstag Abend das Auswärtsspiel gegen Racing Straßburg 2:1. Beide Tore erzielte der 20 jährige kanadische Stürmer Jonathan David.

Für den Paukenschlag der Runde sorgte aber der Aufsteiger. Austria Klagenfurt gelang mit dem ersten „zu null“ der erste Auswärtssieg und zwar gleich mit 4:0 (1:0) in Altach. Damit eroberte die Mannschaft von Peter Pacult, die sieben Verletzte vorgeben muss, Platz drei, ist derzeit die Nummer eins in Kärntnen. Zwar nur eine Momentaufnahme, die aber für die  violetten Fans in Klagenfurt emotionell sehr viel, eine Genugtuung, bedeutet. Für die Führung sorgte vor der Pause ein unglückliches Eigentor des 2,03 Meter großen Altach-Innenverteidigers aus dem Senegal, Papa-Alioune Ndiaye. In der zweiten Hälfte kontern der Aufsteiger die seit fünf Spielen sieglosen Altacher gnadenlos aus, die seit fünf Spielen sieglos sind. Zwischen der 48. und 66. Minute fielen drei Klagenfurter  Tore. Die letzten zwei durch Markus Pink, der nach fünf Runden wieder traf. Für ihn bedeutete diese Woche quasi eine Wiedergeburt, da er Mittwoch auch den entscheidenden Treffer zum erzitterten Aufstieg ins Cupachtelfinale erzielte. Als ehemaliger Stürmer wusste Pacult nachher, wie gut sich Pink fühlte. Der Ratschlag des erfahrenen Trainers an seine Sieger: „Am Boden bleiben, konzentriert weiter arbeiten. Die Meisterschaft dauert noch lange.“

Den ersten Sieg feierte WSG Tirol. Am 4:2 (3:0) gegen Ried hatten zwei 20 jährige großen Anteil: Thomas Sabitzer, der Cousin des Bayern-Legionärs, traf erstmals in der Bundesliga und das gleich  dreimal. Zum 1:0, 3:0 und 4:1. Es hätten auch vier sein können, doch kurz nach der Pause traf der Steirer aus kurzer Distanz nicht ins leere Tor. Sabitzer ist eine Leihgabe des LASK, er stand bereits zum sechsten Mal in der Startelf. Der zweite 20 jährige, der sehr auffällig war: Stefan Skrbo, den Trainer Thomas Silberberger im Sommer von den Amateuren hochzog. Vom linken Mittelfeldspieler, der erstmals in den Startelf stand,  kamen in der ersten Hälfte die Assists zu den drei Tiroler Treffern. Ein gutes Händchen von Silberberger inmitten der Personalprobleme.

Kollege Andreas Heraf wurde von Referee Andres Harkam vor der Pause auf die Tribüne geschickt, weil er sich über eine Fehlentscheidung zu Beginn der Aktion, die zum 2:0 führte, fürchterlich aufregte. Heraf behauptete nachher, ihm sei vom steirischen Schiedsrichter bestätigt worden, ihn nicht beleidigt zu haben. In der zweiten Hälfte hatte er von d er Tribüne  via Handy Kontakt zur Trainerbank. Eine zweite Aufholjagd wie nach dem 0:3 gegen Wolfsberg eine Runde zuvor gelang aber nicht.

Foto: Red Bull Salzburg.

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